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Serious Drinking

von Sir Paulchen, Moloko Plus #45, 04.2012

Serious Drinking waren im Prinzip die Erfinder des Ska-Punk. Oder Punk-Ska, ganz wie man will. Gut, genau genommen war auch 2Tone schon die Symbiose aus dem Melodie- und Rhythmusgefühl des Ska, vermischt mit der Härte und dem schroffen Element des Punk. Aber erst die Mannschaft aus Norwich fabrizierte etwas, was genau dazwischen lag.

Und damit bilden sie, wenn auch nicht unbedingt musikalisch, so doch zumindest was ihre Trinkgewohnheiten und ihren galligen Blick auf den Alltag des kleinen Mannes anbelangte, das Bindeglied zwischen Madness (wir reden von deren guten Zeiten, sprich bis zur dritten LP „7″) und den Pogues.

Erstaunlich eigentlich, dass sie trotzdem heute weitgehend vergessen sind. Völlig zu Unrecht!

Auf SERIOUS DRINKING wurde meine Wenigkeit 1984 aufmerksam, als ich bei einem Kumpel herumlümmelte, der ihr zweites (Mini-)Album „They may be drinkers Robin, but they’re also human beings“ bei sich herumliegen hatte, das seinem älteren Bruder gehörte.

Dieser war durch eine überaus überschwängliche Kritik von Xao Seffcheque in der „Spex“ auf die Platte aufmerksam geworden und hatte sie – pfiffig wie er war – käuflich erworben.

Seffcheque war mir ebenfalls sympathisch, zum einen weil er als gebürtiger Österreicher eine gewisse Ironie in die stark kunst-mäßig und damit bierernst geprägte Düsseldorfer Punkszene brachte (s. sein Fake-Sampler „Sehr gut kommt sehr gut“), zum anderen, weil er zu jener Zeit (also 1984) als launiger Moderator des „WDR Musik-Convoys. auftrat. Eine Vorabendsendung, die international bekannte Bands in die Provinz karrte, um sie auf der Ladeflache eines Trucks live spielen zu lassen.

Da gab es denkwürdige Auftritte etwa von 999 in Telgte (!) oder auch den RAMONES in Hiltrup (!!). Auch Bands wie KING KURT oder Männer wie BILLY BRAGG und JOHNNY THUNDERS wurden präsentiert, leider aber auch der Main-stream-Mist jener Tage – und das reichlich (KA-JAGOOGOO, PURPLE SCHULZ …)!

Unsereins saß also immer montags vor der Glotze und hoffte, mal wieder etwas passables zu Gesicht zu bekommen (wir hatten ja nichts).

Aber zurück in die Bude meines Kumpels: der geniale Titel der Scheibe, dazu diese offenbar bestens aufgelegte Trinkertruppe auf dem Cover, das konnte ja nicht schlecht sein. Ergo umgehend aufgelegt und fortan war ich Fan!

Szenenwechsel: Großbritannien, wir schreiben das Jahr 1981. Spannende Zeiten, 2Tone liegt in den letzten Zuckungen (bezeichnenderweise kommt in diesem Jahr nur eine einzige Single auf Dammers‘ Label heraus, nämlich „Ghost Town“ von den SPECIALS, ansonsten nur der „Dance Craze“-Soundtrack und die „That man is forward” LP von RICO, danach ging’s qualitativ steil bergab) und die Punk-Geschichte müffelt auch schon länger irgendwie ungesund.

Aber da regt sich das, was man später„New Wave” nennen wird und auch das kleine Monster Psychobilly schickt sich an, aus den Windeln zu entwachsen.

Oi! heißt ein neuer Schlachtruf auf den britischen Straßen und in Edinburgh krakeelt ein gewisser Wattie Buchan, dass Punk gar nicht so tot ist, wie manche Glauben machen wollen. Im Februar sitzen die beiden Studenten Martin Ling und Jem Moore von der Universität „East Anglia“ in Norwich in ihrer Behausung, schauen TV und blättern in der „Sounds“.

Und stolpern dabei über ein COCKNEY REJECTS-Interview mit Gary Bushell, in dem es u.a. heißt: „… and then we got down to some serious drinking“.

Andere Quellen berichten, der Name sei Teil der Überschrift des Interviews gewesen. Jem meinte, dass das ein guter Name für eine Band sei und schlug vor, gleich eine solche zu gründen.

Ling war zuvor schon bei den kreuz-langweiligen HIGSONS, die auch u.a. zwei (miese) Singles auf 2Tone veröffentlicht hatten. Die beiden scharten ein paar Kommilitonen um sich, ließen sich von einem Kumpel namens Eugene Rogers (alias Mc Carthy) zur ersten Probe fahren und behielten diesen gleich als dritten (!) Sänger neben Martin und einem gewissen Cleggo da.

Vervollständigt wurde dieses erste Line-Up durch Andy Hearnshaw an der Gitarre, der vorher bei der recht uninteressanten Indie-Band FARMER’S BOYS gespielt hatte, und einer Drum-Maschine! Jem übernahm derweil den Bass.

Dass man das Ganze nicht sonderlich ernst nimmt, zeigt sich, als man im Dezember ’84 den ersten Auftritt absolviert – nach nur zwei Proben (trotz immerhin 11 Monaten seit der Idee zur Bandgrundung)!

Entsprechend mies klang das, zumal man in ihrer Stammkneipe, dem „Jaquard Club“, nur vier Nummern zum besten geben kann.

Das aber mit drei Sängern!

Inspiriert fühlten sich SERIOUS DRINKING sowohl von DEXY’S MIDNIGHT RUNNERS, als auch von den DEAD KENNEDYS, zudem durch die Post-Punks von THE THREE JOHNS.

Später nannten sie auch die REDSKINS als Einfluss, das war aber wohl eher im ideologischen Sinne gemeint.

Musikalisch boomte Norwich zu jener Zeit, denn sowohl die HIGSONS, als auch die FARMER’S BOYS begannen, Erfolge zu feiern. Nicht zuletzt auch durch die Unterstützung von John Peel, der unweit von Norwich nahe Stowmarket in Suffolk wohnte.

Anfang 1982 bekommt dieser ein Tape des dritten Auftritts von SERIOUS DRINKING in die Hände und ist – sicher auch wegen dem Fußballbezug der Band – begeistert.

Fußball ist neben TV-Glotzen die Hauptbeschäftigung der Truppe, einige sind Arsenal-Anhanger, einige unterstützen ManU, wieder andere mögen Tottenham. Sogar Watford wird supportet!

Peel lädt die Band flugs nach London zu ihrer ersten (von mehreren) der legendären „Peel-Sessions. ein. Sänger Cleggo kann da schon nicht mehr mitkommen, er ging nach Frankreich und die Drum-Maschine wird zumindest kurzfristig durch den Schlagzeuger der HIGSONS ersetzt, mit dem man (mal wieder nur) zwei mal probt

Im Mai werden die fünf Songs, die die Session erbrachte, über den Äther geschickt, darunter die alternative Hymne „Spirit of ’66“ für Englands Teilnahme an der in ’82 stattfindenden WM, die Peel besonders gefiel.

Der 2Tone-beeinflusste Punkrock, gemischt mit ihrem typischen Gossenhumor, war sicher nicht jedermanns Geschmack, aber spätere Klassiker wie „Hangover“, „Lose on the terraces“, „He’s an angry bastard (but I hike him)“ und „Walk alone“ setzten erste Duftmarken.

Das findet auch Bill Gilliam, der das Indie-Label „Upright“ betreibt und SERIOUS DRIN-KING aufgrund der Session am Tag nach der Ausstrahlung anruft, um ihnen einen Plattenvertrag anzubieten.

Bis dahin hatte er auf „Upright“ allerdings erst drei Singles verlegt, darunter eine von den Psychobilly-„Erfindern“ THE METEORS, die damals noch recht garagenmäßig klangen und unter dem Pseudonym THE CLAPHAM SOUTH ESCALATORS fungierten.

ESCALATORS war auch der Name der zweiten Band, die METEORS Co-Gründer Nigel Lewis nach seinem frühen Ausstieg ins Leben rief, aber das nur am Rande.

Mit Lance Dunlop kommt endlich ein richtiger Schlagzeuger in die Band, die sich auf den Weg nach London macht, um mit Mark Bedford von Madness als Produzenten in den Pathway-Studios, in denen schon MADNESS und ELVIS COSTELLO aufgenommen hatten, ihre Debut-Single einzuspielen. Auch die DAMNED zimmerten hier schon „New Rose“ zusammen.

„Love on the terraces“, das Titelstück, ist ein prototypischer S.D.-Knaller, so als würden Cockney Rejects mit den Specials fusionieren, eben total „terraces“-tauglich.

Großartig ebenso die beiden B-Seiten-Stücke „Bobby Moore was innocent“ (inspiriert durch den unberechtigten Zuchthausaufenthalt des Fußballers wegen angeblichem Juwelenraub, eine Episode, die leider irgendwie an das Schicksal Erwin Kosteddes erinnert) und „He’s an angry bastard (but I like him)“, beide voller ironischer Wortspiele und -witz, zwar vielleicht auf den ersten Blick ein wenig albern, dafür aber mit feinem, hintergründigem Humor.

Dieser sollte sich danach durch ihr gesamtes Schaffen ziehen, aber irgendwie auch kein Wunder, bei einer Band mit diesem Namen.

Die Single verkaufte sich nicht zuletzt durch eine ganzseitige Anzeige im Fußball-Magazin „The End“ recht passabel und landete im Oktober auf Platz 9 der Indie-Charts. „Love on the terraces“ wurde in einer Abstimmung bei John Peel auf Platz 38 für das Jahr 1982 gewählt, bei dem man gleich im September schon die nächste Session einspielte.

Zeitgleich begann die Band verstärkt Auftritte anzunehmen, zuerst in Norwich u.a. als Vorgruppe der METEORS, später dann mit PETER & THE TEST TUBE BABIES gab’s sogar eine eigene kleine Tour, bevor man in London für die DEAD KENNEDYS und MDC eröffnen durfte.

Diese Gigs waren zustande gekommen, weil „Upright“-Labelboss Bill Gilliam zeitgleich als europäischer Vertreter für das Alternative Tentacles-Label fungierte.

Das Jahr 1983 begann im SERIOUS DRINKING-Camp gleich wieder mit einer Peel Session (No. 3), bevor man dann an die Aufnahmen für die zweite Single ging.

„Hangover“ war eine fröhliche Hommage (in halsbrecherischer Geschwindigkeit) an den „Morgen danach“, eingeleitet durch die Fanfare eines Weckers, wieder im bewährten Mitgröhl-Stil – ein Smash-Hit! „Baby I’m dying a death“ wurde direkt von der dritten Peel-Session übernommen, während „Don’t shoot me down“ für die B-Seite neu aufgenommen wurde. Dieser Song erinnert (angenehm) stark an die frühen MADNESS.

„Hangover“ wurde für die Band zum größten Erfolg, die Single kam im April ’83 auf Platz 4 der Indie-Charts.

Zwar nahm die Band sich selbst und alles, was um sie herum passierte, nach wie vor nicht so richtig ernst, „Upright“ war aber der Meinung, es sei jetzt Zeit für ein Album.

Material war inzwischen genug vorhanden und so machte man sich mit Hilfe von einigen Gastmusikern an die Arbeiten für „The revolution starts at closing time“.

Einige der durch ulkige Telefongesprächs-Schnipsel eingesäumten 13 Stücke kannte man schon durch die Peel-Sessions, darunter „12XU“ von WIRE, das als Medley verwurstet wurde oder auch den alten Gassenhauer „Spirit of 66″. Auch der Überhammer „Countdown to Bilko“ stammte von ihrer zweiten Aufnahme für John Peel, inhaltlich geht’s ums TV-Glotzen an Sonntagen, typisch.

Gespickt mit Punk-Hymnen mit hälftigem Ska-Anteil (oder umgekehrt) verkaufte sich das Album wiederum sehr gut und führte im September gleich zur vierten und letzten Aufnahme unter der Ägidie des längst zum Kult-DJ avancierten Herrn Peel.

Zwar glaubten manche, man könne S.D. aufgrund ihrer aufmüpfigen Songs in eine Art „neue“ Punk-Ecke stecken, aber damit hatten die Bandmitglieder so ihre Probleme. Auch in die Oi!-Schublade wollte man sie irgendwie zwängen, aber nachdem Martin Ling irgendwann in einem Interview etwas abfälliges über Bushell geäußert hatte, war es auch damit vorbei.

Die Band fühlte sich im klar links positionierten Lager heimisch (s. der REDSKINS-Einfluss), machte aber nie den Fehler, diese Haltung in irgendwelche plakativen Texte umzuwandeln. Bis zum Schluss blieb es bei den kleinen, aber witzigen Geschichten aus dem Alltag der meisten von uns.

Man hatte mit der Band die netten Studentenjahre künstlich verlängern können, aber allmählich begann der Rhythmus aus Plattenaufnahmen und regelmäßigen Konzerten auch zur Pflicht zu werden. Nebenbei mussten alle auch noch arbeiten, um sich über Wasser zu halten. Hängen blieb bei der Band finanziell fast nichts, obwohl (oder gerade weil) man sich selber managte.

Es kam im Laufe des Jahres 1984 zu ersten Besetzungswechseln, u.a. wurde Karen Yarnell
zur neuen Drummerin.

Kurz hintereinander kam dann auch Single Nr. 3 „Country girl besame drugs and sex punk“ (ich wiederhole mich: eine von Bier befeuerte Explosion aus Ska und Punk entnommen der Abteilung „totaler Knaller“!) und das zweite eingangs erwähnte Mini-Album (6 Tracks) „They may be drinkers Robin, but they’re also human beings“ auf den Markt, welches im November ’84 auf Platz 16 landete, immerhin.

Wieder gab es die bewährte Punk-meets-Ska – Kost und mit „Pillars of Society. und dem lustig-dreisten Cover des Disco-Soul-Klassikers „Young hearts run free“ von einer mir unbekannten Chanteuse namens CANDI STANTON waren erneut zwei absolute Überhammer an Bord.

Neben diversen Benefizgigs für den damals mit äußerster Härte geführten Streik der Minenarbeiter (den Thatcher schlussendlich niederschlug) und diversen Support-Jobs für GARY GLITTER, KING KURT oder TENPOLE TUDOR konnten SERIOUS DRINKING ’84 zudem einige Touren durch die Niederlande und Deutschland buchen, wo sie durch die Unterstützung von John Peel relativ bekannt und in bescheidenem Umfang auch erfolgreich waren.

Unter anderem blieb die Band einmal zehn Tage in Berlin, um insgesamt sieben Gigs zu spielen, teils in Klubs, teils in besetzten Häusern. Ergebnis dieser gewissen Popularität hierzulande war die auf dem deutschen Label Rebel Records erschienene „Joy of Pigs“- Compilation, die einen Querschnitt durch das bisherige Schaffen bot.

Anlässlich einer ihrer 84er-Tourneen ergab sich mir die Gelegenheit, SERIOUS DRINKING im Osnabrücker „Subway“ zu sehen. In Erinnerung geblieben ist mir zum einen die gewichtige Erscheinung von Drummerin Karen Yarnell, sowie das etwas spärliche, dafür aber sehr gemischte Publikum aus Punks, Psychobillies und Skins. Eine Mixtur, die damals durchaus nicht üblich war und für eine gewisse Brisanz sorgte (es blieb aber friedlich).

Am Keyboard stand der Tastenmann der DEXY’S MIDNIGHT RUNNERS.

Draußen herrschte eisige Kälte, das weiß ich deshalb noch so gut, weil durch ein Missgeschick meinerseits der Schlüssel unseres Ford Escords im Wagen verblieben war, was dazu führte, dass wir ein hinteres Fenster eindrücken mussten. Das wiederum bescherte der Besatzung eine denkwürdige Rückfahrt, bei der alle Insassen nur äußerst knapp dem Dahinsiechen durch Lungenentzündung entronnen sind.

Es war meine erste Fahrt zu einem Gig mit mir selbst am Steuer.

Irgendwann 1985 hieß es im Lager der Truppe, man könne im Rahmen einer weiteren Tour durch die BRD eine neue Platte aufnehmen, ein deutsches Label wolle die Band richtig groß ‚rausbringen. Tatsächlich tauchte aber irgendwie nie jemand von diesem Label auf und nach einem (zunächst) letzten Gig in Hamburg teilte man die Gage brüder- und schwesterlich auf und beschloss, sich hier und jetzt zu trennen.

So wurde es gemacht, einige gingen erst einmal nach Berlin, andere fuhren per Bahn zurück nach London und einer blieb bei einem Mädchen, das er gerade in Hamburg kennengelernt hatte.

Damit ruhte die Geschichte von SERIOUS DRINKING für ein halbes Jahrzehnt, bis 1990, pünktlich zur damaligen WM, das „Upright“-Nachfolgelabel „Worker’s Playtime“ (u.a. SNUFF, ANHREFN, DOCTOR BISON) eine Zusammenstellung ihrer zahllosen Hits in Zusammenarbeit mit der Band herausbrachte.

„Stranger than Tannadice – the mim, the goals and the misses“ (ein Wortspiel: Mischung aus „Strangers in paradise“ mit dem Namen des Stadions von Dundee United) glänzte mit humorigen Liner-Notes von James Brown vom „Attack on Bzag“-Fanzine und einem Bierdeckel in der Vinylausgabe, soweit ich mich erinnere (blöderweise habe ich Trottel die CD gekauft, weil ich den Plunder ja schon auf Vinyl hatte … ).

Neben allen Singles und weiteren Highlights waren sogar zwei neue Stücke an Bord („A nice piece of Trout“ und „A day at the races“). Die Band ging erneut auf Tour durch Deutschland und die Niederlande und – befreit vom Druck – jetzt lief es mental deutlich besser als zuletzt.

Auch in der Heimat kam man als Vorgruppe der BAD MANNERS und beim Jubiläum des Fußball-Zines „When Saturday comes“ (so etwa wie das englische „11 – Freunde“) wieder bestens an beim Publikum.

In den 90ern kamen dann noch zwei sporadische Singles heraus, zum einen das mit einem herrlichen Titel versehene „Where have all the Donkey Jackets gone“ mit der tollen Rückseite „Red skies over Wembley“ in 1992 und dann noch anlässlich der EM ’96 die Fußball-Hymne „Back home“ auf dem bis heute tollen und rührigen Indie-/Punklabel Damaged Goods.

Hier und da gab man auch weiterhin vereinzelt Konzerte, einen davon sogar mal mit den TOTEN HOSEN.

Letztmals dann traten SERIOUS DRINKING 2006 zusammen mit den HIGSONS anlässlich des 50. Geburtstags des Bassisten auf. Und auch wenn die angekündigte Revolution („The revolution starts at closing time“) dann offensichtlich wohl ausblieb, so veröffentlichte Cherry Red Records doch in 2011 unter diesem Titel eine Gesamt-Werkschau der Band auf 2CDs, die abgesehen von den beiden Singles in den 90ern alles beinhaltet, was SERIOUS DRINKING je eingespielt haben.

Ein absolut großartiges Machwerk und würdiges Testament, das ich vollkommen uneingeschränkt empfehlen kann, ist die M+ – Leserschaft doch sozusagen die exakte Zielgrupe des S.D.-Sounds (erhältlich bei Moskito Mailorder).

Ein Prosit auf die Gute-Laune-Kombo aus Norwich, die als eine der ersten zeigte, dass man auch jenseits von „Fußball, Ficken, Alkohol“ über diese wirklich wichtigen Themen erhabene Songs für die Ewigkeit schreiben kann, ohne dabei plump und platt zu klingen.

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