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Die Verlorenen Jungs wurden viele Jahre als beinharte Skinheadband gehandelt, inklusive dazugehörender Skandälchen versteht sich. Neugierig geworden lud ich mir vor einer halben Ewigkeit ein paar Songs von ihrer Homepage runter und weiß es noch wie heute, wie enttäuscht ich von Songs wie etwa „Gekreuzte Hämmer“ war. Mittlerweile haben sich die Verlorenen Jungs in jeder Hinsicht komplett umorientiert, sich einen neuen Sänger und einen neuen Look zugelegt.
Von den ersten 5 Nummern bin ich wirklich mehr als positiv überrascht. Das Ganze klingt jetzt tatsächlich sehr nach Norddeutschen Bands vom Schlage Turbostaat, sehr nachdenklich, ruhig und etwas betrübt. Die Auseinandersetzung mit dem Amoklauf von Winnenden im Song „Zeig Dank“ finde ich besonders interessant und das Slime Cover „Untergang“ ist auch sehr gelungen.
Kommen wir zum großen ABER: Zum Ende versucht man sich an zwei grottenschlechten HipHopTracks, die einen zunächst an eine Parodie dieses Musikstils glauben lassen, aber offenbar tatsächlich ernst gemeint sind und die sämtliche bis dahin verdienten Vorschusslorbeeren zunichte machen.
Weiterentwicklung schön und gut, aber was hat die Band denn hier geritten?
19.02.2011


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