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Tonträger, die mich dieses Jahr wirklich umgehauen haben, kann ich an einer Hand abzählen. Keine davon kommt aus dem Streetpunk-Sektor - wenig überraschend, denn es scheint, als hingen die meisten neuen Bands in einer Auto-Repeat-Schleife fest: Alles schon oft gehört, und meistens auch noch besser.
Doch dann gelangen THROUGHOUTS mit ihrem Output in meinen Player und strafen mich fulminant Lügen. Mit gerade einmal fünf Tracks gelingt es dem Quintett, mir den Glauben in meinen Lieblingssound vergangener Tage zurückzugeben.
Das Außergewöhnliche dieser Band scheint diese ansteckende Spielfreude & Leidenschaft zu sein, die mich so nachhaltig begeistert! Nicht ganz unwichtig dabei ist aber auch die perfekte Umsetzung des Streetpunk-Einmaleins: Eingängige Melodien mit Substanz, aggressives Songwriting, dreckiger Gesang, ansteckende Chöre und angeborener Gossencharme.
Jeder Track ist für sich einzigartig, mal mit derber Hardcorekante, mal etwas melodiöser, immer bis ins Detail ausgereift und selbst nach dutzenden Durchläufen nicht langweilig. Wenn ihnen gleiches auch auf einem Longplayer gelingt, stehen sie auf dem Streetpunk-Olymp!
Und als wäre das alles nicht schon außerwöhnlich genug, so ist die Band nicht etwa im schwedischen Örebro verortet, sondern im Saarland!
Für mich sind die THROWOUTS die beste deutsche Streetpunkband seit den seligen SWING-A-GO-GO BABIES (siehe MOLOKO PLUS #20). Und die haben bereits vor 8 Jahren das Zeitliche gesegnet ...
08.11.2011
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