THE STRIKE - s/t 7" Review
Format(e): 
7inch/EP
Genre: 
Oi!, Streetpunk
Internet: 

THE STRIKE

s/t 7"
8

THE STRIKE aus Cannich/Invernesshire, Schottland. Sie waren einst unter den ersten Drei. Auf „Strength thru Oi!“, dem zweiten, wohl bekanntesten und definitiv berüchtigsten Oi!-Sampler ever. Seite A, die Nadel senkt sich tatendurstig in die Rille: „Oi! Poet“ Gary Johnson spuckt sein „National service“ aus, die 4 SKINS legen mit „1984“ nach, dann übernehmen THE STRIKE mit „Gang warfare“ die Scheibe. Auf der B-Seite dann ihr mächtiges „Skinhead“. Oi! at it’s purest, mehr geht nicht. Die drei zu Lebzeiten veröffentlichten Songs, „Gang warfare“, „Skinhead“ und das auf der „Back on the street“ 7“ veröffentlichte „Victim“, sind die eifrig genutzten Blaupausen für den true Skinhead-Sound. Schwerer Basslauf, schroffer Beat und bis an die Haarwurzel mit Teenage-Aggression gefüllt. No Streetpunk, no Punk Rock, just pure Oi! THE STRIKE.
THE STRIKE machen den Unterschied

Im Sommer 1983 war Feierabend, THE STRIKE lösten sich auf. Ihre Songs überlebten, verteilten sich posthum von Demo-Bändern und Studio-Tapes auf die üblich-verdächtigen LINK-Compilations: „Oi! the resurrection“, „Oi! Chartbusters Vol. 1“, „The Joys Of Oi!“, „Pop Oi!“. Fast überall wo Oi! drauf stand, war THE STRIKE drin. Trotzdem ignoriert von Ian Glasper und Matthias Mader, keine Erwähnung in „Burning Britain“ und „Oi! The book“. Komisch. So what.

Canaduh-Intermezzo: THE STRIKE-Sänger und Neu-Kanadier Fergus lieferte zwischenzeitlich 2004 mit EMERGENCY ein unerwartetes Top Notch-Update ab („1234“ LP/CD), großartige UK/Canada-Collaboration mit zwei SUBWAY THUGS als Begleit-Musikanten.

2015, in Ontario/Kanada, die Reunion. Fergus am Gesang mit neuer Belegschaft (Feat. ex-UPSTARTS/THE TROJANS-Drummer Peter am Schlagzeug, trommelte auf der „Reason why“). Bereits 2014 kam „The Oi! Collection“ auf REBELLION Records (erstmals auf Vinyl, enthält alle THE STRIKE-Essentials), jetzt mit „Fly no flags“ das erste Release der neuen THE STRIKE.

Die erste Single überhaupt, das erste eigene, reguläre THE STRIKE-Vinyl. 40 Jahre nach der Bandgründung 1978.

Zwei Songs, schlichtes Artwork ohne Firlefanz, Textblatt. Passt.

Kein neues Rad am alten Karren, THE STRIKE bleiben sich treu. British Oi! nach 80er Reinheitsgebot. The new punk, the true punk. Die eigene Blaupause auf Hochglanz poliert.
Und pissen im Titelsong „Fly no flags“ allen Wirrköpfen mit hartem Strahl auf die nichtsnutzigen Fahnen: „Realize that you’re just a pawn, pick an enemy start a pointless war, What the fuck are we fighting for?“. THE STRIKE waren lange weg, nichts hat sich geändert. Sogar die Dummheit ist geblieben.

Der amtliche Hard-Hitter lauert überraschend auf der Flipside: „Killing machine“ startet mit verzerrtem Mörder-Basslauf im Lemmy-Style, erinnert an REJECTS meets MOTÖRHEAD, bleibt aber THE STRIKE. Böse Riffs, hard-nosed Vocals. „The working class are rising, we won’t take it anymore“.

Es wird höchste Zeit. Für die Arbeiterklasse und ein neues THE STRIKE-Album.

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