Spectres - nothing to nowhere - LP Review
Label: 
Format(e): 
LP
Genre: 
Andere

Spectres

nothing to nowhere - LP
6

Ein Traum aus Post-Punk und Wave, denn konsequenterweise verzichten sie auf die bei zahlreichen Acts des Genres leider üblich gewordenen Breitwand-Vertonungen (siehe neue EDITORS), sondern halten sich da strikt an harsch-verkühlte Kargheit. JOY DIVISION und COLDPLAY gehen halt nicht zusammen!

Mit rudimentären Synths, angedeuteter Percussion, hypnotischen Bassläufen, Flanger-Gitarren und viel Hall könnte diese 2. LP der Kanadier glatt zwischen 1981 und 1983 aufgenommen worden sein, um in Neonlicht-Kellern im „2-vor-2-zurück“-Fraggle-Stil betanzt zu werden. Und klingen dabei nicht einmal gewollt, sondern völlig natürlich künstlich.

Wäre damals auf Future-Records (dem Ableger der Oi!-Legende No Future Records) untergegangen, kann heute ein plötzlicher Erfolg werden und empfiehlt sich für Liebhaber des „Real Goth“, welche aktuell einen Gegenpol zum Kinder-Industrial-Knicklichter-Einheitsschranz bilden (wollen) und haben zusätzlich eine rauhe Punk-Kante.

Tipp: Erste Seite auf 45 abspielen, dann klingt es nicht nur nach späten BLITZ, CRISIS, CURE, SCREAMING DEAD, sondern auch noch nach SIOUXSIE, X-MAL DEUTSCHLAND und VIOLATORS. So funktioniert das!

alles von:   

Kommentare (2)Kommentar schreiben

 

klasse Tip, gefällt mir !

 

Das hört man gerne!

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