RazorCut - Common enemy – LP/CD Review
Format(e): 
CD, LP
Genre: 
Punkrock
Oi!, Streetpunk
Internet: 

RazorCut

Common enemy – LP/CD
9

Es ist noch nicht so lange her, da hatte man den Eindruck, Australien könne neben Schweden und Frankreich zum neuen Hotspot für anständige Musik im Sinne des Geistes beim Moloko Plus werden. Nun, so ein bisschen hat sich dieser Eindruck revidiert, denn auch wenn Kombos wie Marching Orders (bei denen RazorCut-Vokalist Al ja auch noch singt), Hard Targets, Mouthguard, The Corps oder Plan of Attack teils weiterhin existent sind, so kommt im Ergebnis doch nicht so viel hier bei uns an, wie wir vielleicht mal gehofft haben.

Trotz ihrer eindeutigen Skinhead-Ausrichtung haben die Jungs und die Dame aus Melbourne unter dem Strich mehr mit den Guitar Gangsters gemein, als mit „klassischem“ Oi! a la Evil Conduct. Glaubste nicht? Hör‘ Dir mal „Shadowboxer“ an … .

Eine volle Kelle guter alter Punkrock, jede Menge Melodiegewürz und für den Druck im Kessel sorgt ein Spritzer Samba(l) Oi!lek.

Da braucht es keine Kochshow auf Unterschichtensendern, das Rezept ist todsicher, das mundet unserer Kundschaft ungemein.

„Common enemy“ ist ein Überflieger geworden, alle (11) Songs treffen ins Schwarze und einmal mehr geht die alte Formel „Energie plus Melodie gleich Hit“ voll auf. In meiner persönlichen Top-10 für den Moment steht das abschließende „We are not defeated“ an Platz 1. Nicht nur deshalb habe ich darüber nachgedacht, dem Album vielleicht doch 10 Punkte zu geben. 9,5!
Großartige Scheibe!

P.S.: Eines habe ich noch nicht ganz verstanden: Warum haben die 2 Bassisten (von denen eine eine Frau ist) und warum sind auf den Fotos im Inneren des Gatefold-Sleeves immer nur drei Leute am Start, wo die Band doch aus fünf Leuten besteht?

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