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Großartig! Das kommunistische Arbeiterlied hat endlich seine höchsteigene HARD SKIN-Version übergeholfen bekommen. Übermütiger Schabernack oder ideologisch-motivierter Tribut? Tippe mal auf ersteres, denn wirklich ernst kann heutzutage so etwas wohl niemand mehr meinen.
Außer vielleicht Gesine Lötzsch und Sarah Wagenknecht natürlich.
Die hier auffrisierten zwölf Originale wurden der deutsch-demokratischen Schuljugend bis zum Erbrechen als staatlich verordnete Pflicht-Gesänge eingebläut, fungierten als Soundtrack einer blamablen Diktatur.
Mit diesen real existierenden Torheiten wurde man im schönen Bielefeld (Home of KAPELLE VORWÄRTS) natürlich nicht belästigt, hier macht Klassenkampf verdammt noch mal tierisch Spaß!
Was exakt der richtige Ansatz ist: entreißt der schändlichen Dikatur ihre Hymnen! Punk statt Honecker! Ska statt Stalin! Danke KAPELLE VORWÄRTS!
Jetzt also frisch und heiter als Punk Rock-Version zu Spiel und Spaß. Dass da nicht schon Tom Angelripper drauf gekommen ist, ist schon ein wenig verblüffend.
Das wäre exakt seine Baustelle gewesen! Oder Guildo Horn! "Ich trage eine Fahne" zum sanften Klappern einer Effiilier-Schere, das wäre es doch gewesen!
Zur musikalischen Umsetzung: Die schneidenden Gitarren erinnern stark an OHL, was doppelt passt: auch dort bedient ein falscher Stalin die Axt.
Der Damengesang kommt leider etwas zu dünn, zu sanft daher. Lieder dieser Art müssen gewaltig geschmettert werden, mit geblähter Brust, falscher Tonlage und überzeugter Lauthalsigkeit zur Revolution rufen.
Voller Schmackes und Schnappes!
Wie einst Ernst Busch oder Tom Angelripper. Aber egal, der Wille zählt und der gute Gedanke!
Wer zu Bier und Cocktail gerne schmunzelt, dem sei dieses Release an Herz, Zwerchfell und Leber gelegt.
21.03.2011


Kommentare (1)Kommentar schreiben
21.03.2011
Die Lieder haben mit der DDR herzlich wenig zu tun
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