THE GENERATORS - Broken Stars & Crooked Stripes LP/CD Review
Format(e): 
CD, LP
Genre: 
Oi!, Streetpunk
Internet: 

THE GENERATORS

Broken Stars & Crooked Stripes LP/CD
9

Für GENERATORS-Bassist Ted Hahn schlägt der neue Albumtitel eine Brücke in die eigene Vergangenheit. Was passt schließlich besser zu „Broken Stars & Crooked Stripes“ als STAR STRANGLED BASTARDS?
Die STAR STRANGLED BASTARDS aus San Clemente waren die „Jugendsünde“ von Ted, hier läutete er das neue Jahrtausend mit wütendem EXPLOITED Style Hardcore-Trash ein (Die beiden Alben der Combo sind Freunden des Genres definitiv zu empfehlen, der Zweitling „Whose war is it“ erschien 2001 in Berlin bei BAD DOG Records, sollte leicht und preiswert in den hiesigen Cheapo-Bins zu finden sein).

In California ist auch knapp 20 Jahre später das Welt-und Fahnenbild nicht in Ordnung, demolierte Sterne und Streifen bleiben vielzitiertes Thema und ewige Wehklage. Ted Hahn 2000 trifft Ted Hahn 2018. Das war es dann aber auch schon mit der Gemeinsamkeit von STAR STRANGLED BASTARDS und den GENERATORS:
Doug & Company gehen musikalisch auch auf Longplayer Nummero 10 nicht in die Breite oder in die Fremde, vermeiden artfremde Inputs oder gar Weiterentwicklung, sondern tauchen ganz forsch in die Tiefe ab und geben ihrem oldfashioned Trademark-Sound (kickin’ the Boots since 97) den Suckerpunch-Feinschliff. „Were here together and were feeling alright!“ Merkt man bei jeder Silbe: Der bandeigene Melting Pot aus California Melody (BAD RELIGION, SOCIAL D.), U.K. Punch (SHAM, U.K. SUBS) und CLASH-Finish zerschmilzt auch auf den 11 Songs von „Broken Stars & Crooked Stripes“ zu größtmöglicher Vielfalt, Rabauken-Hymnen („Street Justice“, „Troublemakers“) geben sich mit Vollblut-Singalongs („Ready, set, go“) den Schnürsenkel in die Hand.
Auch textlich bedient man alle gängigen Sparten, Politik trifft Working Class-Standards, Aggro-Feeling trifft persönliche Apocalypse: „I’ve burned every bridge that I could see and the weight of the world came crashing down on me“.

Das Todd Huber-Artwork setzt ex-U.S. Präsidenten (u.a. Obama, Reagan,Trump) zu einer fies grinsenden Stars’n’Stripes-Collage zusammen, bringt das Titelthema clever auf den Punkt: Im Westen nichts Neues. Egal wie der Bursche heißt. Auch bei den GENERATORS gibt es nichts Neues: Griffiger Southern California Streetpunk mit Herzblut, Biss und Leidenschaft. THE GENERATORS. Punkt.

PS: Was wurde zwischenzeitlich aus Ted Hahn? Nach den STAR STRANGLED BASTARDS spielte Ted u.a. bei SMOGTOWN (2011 auf dem „Incest & Pestilence“) und ganz aktuell, sozusagen parallel zu den GENERATORS beim SMOGTOWN-Update GROSS POLLUTER (hier als „Ted Bundy“). Ende gut, alles gut.

Kommentar hinzufügen

Wird nicht veröffentlicht
To prevent automated spam submissions leave this field empty.
Fill in the blank
Login