Agro Jive - same - LP Review
Label: 
Format(e): 
LP
Genre: 
Punkrock
Poppunk, Powerpop
Internet: 

Agro Jive

same - LP
7

Angeblich – so will man uns glauben machen – hat sich einst im fernen Kopenhagen folgendes zugetragen: ein gewisser Kasper, Musikant bei den mir vollkommen unbekannten NO HOPE FOR THE KIDS (und unzähligen anderen Formationen) sitzt in den Jahren 2004-09 in der Psychiatrie und nimmt dort diverse Songs mit Hilfe eines 4-Spur-Tonbandgeräts auf, wofür er dem männlichen Anstaltspersonal „anderweitig“ gefällig sein muß.
Und als ob das nicht schon bescheuert genug wäre, sollen obendrein ehemalige Bandkollegen von ihm diese Tapes rektal aus der Klappse ´rausgeschmuggelt und als Singles veröffentlicht haben.
Na ja, soweit die (selbstgestrickte) Legende – und wenn sie auch nicht wahr ist, so ist sie doch immerhin gut gelogen!

Und jetzt hat P.Trash Records diese Aufnahmen chronologisch korrekt zu einer LP zusammen gefaßt! Zumeist handelt es sich um LoFi-Garage-/Trashpunk, ohne allerdings das genretypische wilde Gewemmse, dafür mit Melodie und Gefühl für den Rock’N’Roll. Und man staunt, da haben sich sogar ein paar flockige Powerpop-Hits eingeschlichen.
Allein der Oberhit „Burn little girl“ wäre das Geld für die LP wert, wie überhaupt Seite 2 allmählich Besserung beim mentalen Zustand des Patienten vermuten läßt. Das Produkt ist schwer zu beurteilen, zwischen 5 und 9 Punkten schwanken die 17 Songs, wählen wir die goldene Mitte.

Schön auch die Ankündigung, jegliche Erlöse aus dem Plattenverkauf postwendend in Drogen, Alkohol und eine neue Zwangsjacke investieren zu wollen. Die Moloko-Redaktion wünscht weiterhin gute Besserung!

alles von:   

Kommentar hinzufügen

Wird nicht veröffentlicht
To prevent automated spam submissions leave this field empty.
6 + 3 =
Nur die klügsten Köpfe dürfen beim Moloko mitmachen. Um dies sicherzustellen, löse oben genannte Aufgabe.