Moloko Plus #49

April 2014
3,00 EUR zzgl. Porto
84 Seiten im Quaderformat
04
Never mind the Epoxies, here'sTHE BLOODTYPESInterview von Paradise
06
Vom Oi! zum Liedermacher – Der lange steinige Weg des Arthur Kay akaARTHUR KITCHENERvon Sir Paulchen
14
"Niemand von uns besitzt einen Hund, schon gar nicht eine Bulldogge"AGENT BULLDOGGInterview von Bomml
17
Folkpunk made in Münster/WestfalenMR. IRISH BASTARDInterview von Bernd
18
Barfuß oder LackschuhDAS LEBEN DES HARALD J.Biographie von Kalkov
22
The Numbers, The Now, Flatliners, Flyboys, Doctors Of Madness, Senseless Things, Teenage IdolsDER KLEINE PLATTENSAMMLERStory von Sir Paulchen
26
"The Spirit Of Dave Rubinstein aka Dave InsurgentREAGAN YOUTHInterview von Bomml
29
Porträt eines MonstersJOEL RIFKINBiographie von Jürgen
30
Hersoma Beach Punk RockBLACK FLAG, DESCENDENTS, THE LASTStory von Paradise
40
Rangliste der 50 besten Teen Rock Bands 1973-1982 (Teil 2)TEEN ROCK CHARTSvon Sparky
42
Der kurze bizarre Lebenslauf des NICOLA VINCENZIO CRANEBiographie von Guido
46
Please ring me up!PROTEXInterview von Marc
49
Hinter den Kulissen desSON OF A BASTARD FESTIVALStory von Christian
54
Der Traum vom ersten eigenen VinylEASTSIDE BOYSStory von Bert
56
Eine deutsche Oi!-Karriere zwischen SOKO, VFB & ANAL CUNTBOOTS & BRACES (1983 - ?)Interview von Paradise
66
Home of the old old oldschool of punkrockYESTERDAY'S KIDSInterview von Torsten
68
Where have you been in 2013?GIGBLICK 2013Festivalreport von Marc & Ecke
73
18 Tonträger im QualitätscheckDER PUNKROCKPRANGER

Kommentare (42)Kommentar schreiben

 

Hi,

ein großes Lob an Euch für das gute Boots & Braces Interview, ehrlicher und ausführlicher als ich es aus anderen Zines gewohnt bin. Ich freue mich immer noch jedes mal, wenn ich von ihnen höre, lese oder sie treffe (leider viel zu selten und auch viel zu lange her).Auch die dunkle Zeit des deutschen Oi spart ihr nicht aus ohne jedoch zu verurteilen.

Ich war überrascht meine "Punkfoto.de"-Bilder hierbei zu finden. Ich hätte Euch auch gerne bessere/weitere Abzüge gesandt/zur Verfügung gestellt.

Auf den nächsten Teil bin ich jetzt schon gespannt.

Auch ansonsten ist das Moloko plus auf jeden Fall lesenswert.

 

Als ich auf der Titelseite las, dass das hier die vorletzte Ausgabe des Moloko Plus sein wird, huschte unwillkürlich ein Lächeln über mein Gesicht - nicht etwa, weil ich denke, dass es ein Scheißheft ist, sondern vielmehr weil es einfach Stil hat, das eigene Ableben anzukündigen.

Klar habe ich auch Kritikpunkte am Moloko Plus. Alleine schon deshalb, weil es sich unter anderem mit Streetpunk und Oi! befasst, ist es oft nur einen Steinwurf von der Grauzone entfernt. Im Laufe der Jahre war der Abstand sicher auch das eine oder andere Mal deutlich geringer.

Trotzdem ist es ein gutes Zine, denn es stecken viel Liebe und viel Herzblut in ihm, und wenn es schon sein muss, dass mensch sich mit Musik befasst, die zu einem nicht unwesentlichen Teil von unsympathischen bis total beschissenen Menschen gehört wird, einfach weil es die Musik ist, die mensch mag, dann ist das Moloko Plus wohl schon so etwas wie das Idealbild davon, wie es laufen kann.

Highlights dieser Ausgabe sind zweifelsfrei der erste Teil der Juhnke-Biographie, das Interview mit Paul Cripple von Reagan Youth und die Story über Nicky Crane, dessen Leben zwischen Skrewdriver Security und Londoner Schwulenbars eigentlich Stoff genug für einen Spielfilm wäre.

Wenn dieses Heft so etwas wie das Anlaufnehmen für das große Finale ist, dann kommt da wirklich Großes auf uns zu.

 

Hah der Kübel als Coverboy im Focus, das ich dass noch erleben darf.
Alles in allem wieder ein sehr gelungenes Heft dass, wie ich meine, aus dem Fanzinemarkt heraussticht. Wenn ich mich, nach dem Ausscheiden bei Stoi auch jetzt mehr mit Zeitschriften wie "Der Gebäudeenergieberater" und "heizungsdialog" befasse wird mir dein Heft sehr fehlen. Ich lese immer gerne Biografische Artikel also den von Arthur Kay und Nicola Vincente Crane. Die Eastside Boys Story von der ersten Platte kann ich so ähnlich bestätigen, so ging es mit 1985 bei "Tanz der Teufel". Boots 6 Braces natürlich als ehemalige Mitstreiter an ähnlichen Fronten interessant, zumal Florian bei den letzten Berliner Stoi Konzerten mit bei war und beim letzten sogar beim Bierdosentwist Büchsen von der Bühne mitgeworfen hat. "Also florian bin mal auf den zweiten Teil gespannt, nix falsches sagen.
Der Festivalrückblick von Marc & Ecke sogar mit Lob an mich und meine Exband. Geht runter wie Öl, Danke und zu guter letzt springt noch die Sonf of a Bastard Story heraus welche ich voll bestätigen kann. Von so leuten lebt die Szene und es ist gigantisch was die sunnys aufgebaut haben und leisten. Tolles Heft mit freude und leichter Trauer warte ich auf die #50
Gruß
Olaf

 

der ARTHUR KITCHENER Bericht liest sich wirklich grausam! Informationsanteil ist ok, aber das ist so sperrig geschrieben, mit diesen andauernden "aber dazu später mehr" und dem überaus schlechten Satzbau. Das gabs schon besser von Sir Paulchen. Schade. Wirklich.

 

Junge, Junge! Gegen Ende dreht das Moloko+ nochmal so richtig auf. Mit Nummer 49 sind wir kurz vor der Zielgeraden angekommen und da überrascht das Heft erneut mit einem mehr als gelungenen Inhalt.

Leider liegt damit nur noch eine Ausgabe vor uns, aber das schieben wir jetzt erstmal elegant ins Abseits und konzentrieren uns auf das schöne noch vor uns liegende.

Ich weiß garnicht womit ich hier anfangen soll, denn wie schon erwähnt die neue Ausgabe ist randvoll gefüllt mit interessanten Artikeln. Als erstes verschlinge ich sowieso immer mal die Reviews die hier ja schon lange etwas anders laufen als in anderen Heften in Form des Punkrock-Pranger. Zu jeder Scheibe kommen verschiedene Schreiber zu Wort und so bekommt man hier stets ein absolut objektives Bild von den momentanen Veröffentlichungen. Jeder hat eine andere Meinung und sieht sie somit aus verschiedenen Blickwinkeln. Ein Umstand der mir gerade hier das Reviews lesen zu einer spannenden Sache werden lässt. Aber egal, das ist in jeder Ausgabe zu finden und so widmen wir uns mal den anderen Sachen.

Gleich nach den Reviews habe ich mir den Bericht von dem Szene-Urgestein Arthur Kitchener vorgeknöpft. Arthur hat definitiv einen langen Weg hinter sich gerade was das bewegen in einer Jugendsubkultur anbelangt und so war es für mich mehr als interessant zu lesen wo er überall Station gemacht hat. Das reicht von Blues Bands über die natürlich allseits bekannten Last Resort, Arthur Kay & The Originals, den Cho-Zen bis hin zu der Oi!Band The Warriors. Arthur ist eine Mensch der wirklich viel erlebt hat in seinem Leben und auch bis zum heutigen Tag noch aktiv ist. Momentan mit seinem Solo-Projekt mit dem er erst vor kurzem auf Randale Records eine Akkustik-Platte veröffentlicht hat. Allein der Bericht rechtfertigt hier schon den Kauf des Heftes, mal ganz abgesehen von der hervorragenden Recherche zu diesem Artikel.

Dazu gibt es ein interessantes Interview mit den Schweden von den legendären Agent Bulldog, sowie eine relativ kurzes Interview mit Mr. Irish Bastard.

Weitere Gesprächspartner waren Paul Cripple von Reagen Youth, die Powerpopper von den irischen Protex, und dem in der Szene bekannten Fotografen Tim Hackemack.

Dazu gesellt sich ein ausführlicher Bericht über Nicky Crane der seinerzeit irrtümlich den Weg auf das Cover der stilbildenden Scheibe “Strenght Thru Oi!” gefunden hat, ein Bericht aus dem Bereich der Walz-Brüder um die Band Boots & Braces und eine ebenfalls ausführliche Story über Harald Juhnke. Kennt jeder und hat auch jeder mit Sicherheit seinen Spaß gehabt an dem Berliner, wenn ich da an so manchen Sketch mit Harald und Eddie denke.

California Paradise geht natürlich auch dieses mal wieder weiter und rangiert dabei in der aktuellen Ausgabe zwischen Black Flag, den Descendents und The Last.

Die Eastside Boys werden genauer beleuchtet und auch das jährliche Sunny Bastards Festival wird mit einem Blick hinter die Kulissen gewürdigt. Ansonsten gibt es auch wieder Kolumnen wie bspw. den kleinen Plattensammler und dem Gigblick 2013.

Irgendwie bin ich überwältigt von der Masse an interessanten Artikeln und kann da immer wieder nur meine absoluten Respekt aussprechen. Die Schreiber sind hier allesamt mit Herzblut bei der Sache und das merkt man halt immer wieder beim lesen.

Das gesamte Heft hat stets von vorn bis hinten Hand und Fuß und brauch sich mit keinem anderen Fanzine messen zu lassen. Hier ist generell alles stimmig von und so kann ich den Machern hier auch nur wieder eine absolut gelungene Ausgabe attestieren!!

Ich würde sogar sagen das das letzte Heft die Nr. 48 hier nochmal elegant getoppt wird, in dem hier noch eine gute Schüppe mehr Information drauf gelegt wurde. Informativ, definitiv Szenekundig und absolut ausgereift, dafür steht das Moloko+ schon seit Jahren und so muss das auch sein!!

Hier dürfte Punkrocker, genauso wie Skinhead wieder garantiert zu hundert Prozent auf seine Kosten kommen! Note: 1

 

Da ist Torsten nach seinem ultimativen Covermotiv fündig geworden und hat mit Coveroldboy "Kübel" (fotografiert von Tim Hackemack für seine Reihe Yesterdays kids") ein Porträt verwendet, was in mir folgende Assoziationen weckt: "Zu dir oder zu mir?", "Frag mich bloß nicht nach einem Euro!", "Obdachlos und trotzdem sexy!"

Paradise ist entzückt vom Debütalbum der THE BLOODTYPES, hat Blut geleckt, die jedes Mal, wenn sie in eine anderen Stadt spielen, das Publikum auf ihre Seite ziehen müssen, weil sie keine traditionelle Punkband sind.

Üblich und gewohnt folgen einige Porträts und Biographien alter Szenehasen. Sir Paulchen greift tief in die Lebenskiste von Arthur Kitchener und reflektiert dessen unstetes Leben und sein Erweckungserlebnis, vom Frechdachs zum Skin zu mutieren, um dann in dem Liedermacher-Stand sesshaft zu werden.

Abgezockt fühlen sich AGENT BULLDOG und nehmen die Sache lieber selbst in die Hand und betteln nicht, um nur bei einem bestimmten Label unterzukommen, "damit sie sich dann hinter einen bestimmten Namen verstecken können".

Wichtige Ziele verfolgen auch MR. IRISH BASTARD und wollen das beste Album machen, was sie machen können.

Harald Juhnke hat auch das beste aus seinem leben gemacht, ging barfuß und mit Lackschuh durchs selbige und handelte nach dem Motto: Spielen wie ein Gott, saufen wie ein Loch.

Paul von REAGAN YOUTH interessiert Geld nicht und erkennt ein gewisses Konzept zwischen alten und neuen Songs, die von freier Liebe und Punkrock handeln, "sowas wie Mischung aus Hippie und Punk!"

Paradise entführt die LeserInnen in den dritten Teil seiner California Punkrock_Safari und gibt viele Details und Anekdoten zu BLACK FLAG, DESCENDENTS und THE LAST preis, die mit The Church eine Begegnungsstätte hatten und mit Joe Nolte einen Zeitzeugen, der die Vergangenheit lebendig werden lässt.

Auch die Vergangenheit vom "Strength thru OI!"-Coverboy Nicola Vincenzio Crane wird aufgearbeitet, der mit einschlägigen Argumenten die Ideale und Ziele der British Movement auf die Straße trug, sich für die Schwulenszene begeisterte und sich in der homophoben NS-Ideologie zunehmend als Heuchler fühlte.

Die EASTSIDE BOYS lassen mich teilhaben an ihren Traum von ihrer ersten eignen Single aus dem Jahr 2000 und sind immer noch aufgeregt, wenn heuer ein neues Baby(Tonträger) das Licht der Welt erblickt.

Auch die Karriere von BOOTS&BRACES wird aufgezeigt. Gegründet von den Gebrüdern Walz zog es die Band zum Rechtsrock-Label Rock-O-Rama, B&B spielte auch mit Rechtsrock-Bands wie NOIE WERTE zusammen. Mitte der 90er Jahre versuchten sie, ihren rechten Ruf loszuwerden, wollten aber auch niemanden ausgrenzen: Matze erklärt im Interview, "wir waren nie eine politische Band" und weiter "Aber(...)wir haben uns auch nie gegen unsere Fans aus der rechten Ecke ausgesprochen(...)Solange die Leute ihre Gesinnung am Eingang draußen ließen, kamen wir mit allen zurecht(...)." B&B geriert sich einerseits als "unpolitisch" und will ihre "rechten" Fans nicht enttäuschen. Das soll Verständnis für eine apolitische Haltung ausdrücken und als ein heterogenes Gebilde im Punk und OI verstanden werden.
Das Problem: Immer häufiger stößt mensch (nicht nur) in Kulturszenen auf ein Verständnis, das "Politik" auf die reduziert, die sich selbst politisch definieren (wie Parteien) und allenfalls in unmissverständlichen Neonazi-Parolen etwas "Politisches" erkennen mag. Es mangelt also an einem Bewusstsein über die unterschiedlichen Ebenen und Ausdrucksformen gesellschaftlicher Diskriminierungs- und Ausschlussmechanismen, die für B&B einfach nicht existieren, zumindest solange wie ihre Fans diese vor der Türe lassen.

Gesamteindruck: In der vorletzten Ausgabe bestimmen Biographien und Karrieren den Inhalt, die durchaus widersprüchliche Entstellungen und Weltbilder offenbaren, die Gewalt und Rebellentum suggerieren und im Zusammenstoß mit der traditionellen Subkultur eine Illusion erzeugt, die einen Zusammenhang von Rationalität und Gefühl, von Intelligenz und Emotionalität herleitet, und unter Ausschluss von politischen Inhalten die Abtrennung von Eigenverantwortung und hegemoniale Diskurse standardisiert.

 

"Gesamteindruck: In der vorletzten Ausgabe bestimmen Biographien und Karrieren den Inhalt, die durchaus widersprüchliche Entstellungen und Weltbilder offenbaren, die Gewalt und Rebellentum suggerieren und im Zusammenstoß mit der traditionellen Subkultur eine Illusion erzeugt, die einen Zusammenhang von Rationalität und Gefühl, von Intelligenz und Emotionalität herleitet, und unter Ausschluss von politischen Inhalten die Abtrennung von Eigenverantwortung und hegemoniale Diskurse standardisiert."

Ernsthaft? Skinhead halt! Nehmt es hin, am Ende seid ihr kein Teil davon und keiner wollte je, dass ihr es werdet!

Aus Prinzip bin ich aber dafür, dass wenn man hier den studierten Gockel besser gestellter Eltern raushängen lassen will, sollte man seine Beiträge nochmals von Mutti, Papi oder dem Professor gegen lesen lassen...

widersprüchliche Entstellungen?

 

Alter, is das scheiße!

 

Hab mein Exemplar jetzt auch endlich. Bis jetzt habe ich mir nur das B&B Interview durch gelesen und das ist meiner Meinung nach das angenehmste und interessanteste Interview der letzten Ausgaben. Es unterstreicht erneut was für sympathische Genossen die Gebrüder W. sind und, dass man sich nicht für alles immer entschuldigen muss! Freu mich auf die Fortsetzung.

 

...wenn man sich zu lange zeit läßt und sich gedanken macht
um das moloko + zu besprechen..
dann haben alle anderen schon das meiste gesagt.
martin moskau hatte bemängelt das es an aktualität fehle,nun,dieser kritikpunkt ist nicht ganz unberechtigt...
doch habe ich mich über das boots and braces interview zb. sehr gefreut gehabt. musikalisch nicht gerade die spannendste band,aber eben sehr symphatisch..und die info das mutti angela ihnen ein dankesbrief für das "skins gegen politik"-konzert in greifswald zukommen lies hat das interview gerechtfertigt.da es beim 2ten teil mehr um das label gehen soll ist die fortsetzung auch gerechtfertigt.
bei agent bulldog mußte ich schon schmunzeln.. sei es bei der namensnennung oder bei dem sturm auf die sowjetische botschaft..
und genau diese kleinen randstorys interessieren mich persönlich am meisten...sei es der gezogene stecker von greg ginn oder wenn ein asi sich beim son of bastard festival mit brennenden klopapier für die hilfe vom vortag bedankt..
daher ist es mir relativ egal wie aktuell,bzw. was im moloko + steht..solange ich gut unterhalten werde.
auf diese unsagbar langweilige teen rock charts kann ich daher getrost verzichten (was soll das?).
mir haben die kolumnen am anfang gefehlt,machen die doch ein fanzine aus,geben die persönliche note...sonst hat es für mich zu sehr den charakter eines maganzines ohne "fan"-charakter...

es ist also einfach immer für jeden geschmack etwas dabei,und die lücke welche das moloko + hinterläßt wird wohl schwer zu füllen sein..

ich hoffe bei der abschlußnummer noch einige kultige randstorys zu erfahren und bitte daher den torsten hiermit um weniger unnützes fachwissen in den artikeln ...

ps. ein interview mit tony husband,dem zeichner der hooligans comics,wäre doch mal interessant für deine/eure abschlußnummer...

pps. allerbesten dank für die keyside strike beilage! gefällt mir gut,ist aber eine scheibe welche ich nicht jeden tag hören könnte,da sie mir etwas zu "hardcore" lastig ist...

der (skandalsüchtige) bussi

 

Erstmal nen fettes Lob für die 49,mal wieder ne richtig interessante Nummer geworden (Faves: Agent Bulldogg/Gebr.Walz/Nicky Crane)

Ich hoffe ja dann doch noch das es in irgendeiner Form mit dem Moloko weitergeht, gleich 2 der aktuell besten Zines (M+ & OTP) die Schicht machen wären nen grosser Verlust...

Vermisst habe ich die Kolumnen von Paradise & Co, gibts Chancen auf diese zur letzten Ausgabe ?!

 

Eine überragende Nummer, durchweg högschtes Niveau. Wenn die Jogi-Jungs die Qualität aufweisen wie das Kompetenzteam des Moloko Plus, dann wirds einfach mit dem Titelgewinn.

 

Wieder Glückwunsch zur Ausgabe: Nicky Crane Artikel sehr interessant und auch informativ (wusste gar nix über sein Ende oder hatte es wieder vergessen - ist ja n bissel wie Michael Kühnens Geschichte, nur in prolliger).
Der Juhnke Bericht war auch sehr kurzweilig, bin gespannt auf Teil 2 - eigentlich würde sein Leben sicherlich auch genug Stoff für einen dritten Teil liefern - solltest du wohl doch mal über eine 51 nachdenken ;-)
Mehr konnte ich noch nicht lesen, als nächstes kommt Arthur Kay, den mag ich gerne und hab die alte CD aufgrund des Artikels AUCH SCHON WIEDER RAUSGEKRAMT (doofe Tastatur)
allerbeste Grüße aus dem Norden

 

Mir hat auch mal was nicht gefallen, und zwar der Artikel über die Gebrüder Walz, das sind meiner Meinung nach rechtsoffene Gestalten, denen viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Vielleicht bin ich aber auch zu jung das zu verstehen.

 

Was ist denn "rechtsoffen"? Es war einfach so, dass die Leute früher eher zu ihrer wahren Meinung gestanden haben und dies auch konnten. Im Prinzip ist das doch heute nur noch ein Haufen sich für ihre wahre Meinung entschuldigender Wendehälse. Es ist aber nichts falsches daran eine andere Meinung zu haben, und wenn diese nach "rechts offen" ist, ist das im Prinzip der Weg der in Deutschland auch Regierungstechnich seit 1949 weitesgehend gepflegt wurde.

Ich finde jeden gut der zu seiner Meinung stehen kann, ganz egal ob diese der meinen entgegen kommt, oder das Gegenteil darstellt.

 

Natürlich sollte jeder zu seiner Meinung stehen, das mache ich auch. Ich ziehe halt nur früher meine Grenzen, mir wäre es beispielsweise nicht scheiß egal mit wem ich zusammen spiele und vor allem vor was für einem Publikum. Wie das in den 80-ern war kann ich nunmal nicht beurteilen da ich erst Mitte dieses Jahrzehnts das Licht der Welt erblickt habe.

 

mitte dieses jahrzehnts? dann wirst du also erst in einem jahr geboren?
kann deine meinung aber verstehen, abgesehen davon, dass boots und braces die schlechteste aller skinheadbands waren, waren die damals wie heute sehr stolz gewesen, mit ian die bühne geteilt zu haben.

 

Keine Ahnung woher du das weißt, aber weder Matt noch Flori haben jemals Äußerungen dieser Art gebracht. Mag sein, daß ihnen das damals viel bedeutet hat, heute jedenfalls nicht mehr.

 

Na und? Ich kenne viele die im betrunkenen (oder zugekoksten) Kopf genau solche Dinge äußern und ansonsten Teil der sauberen Szene sind!

 

Mitte dieses Jahrzehnts war auf die 80-er bezogen ;-)

 

bin schon älter und auch mir stößt der bericht etwas auf.
liegt aber weniger an den protagonisten, denn es war "damals" wirklich vieles so, sondern eher an den einleitenden worten des autors, die für mich einen verharmlosenden charakter haben.

 

Heiliger Kommunismus, was ist das?

Kennt ihr das? Ein alter Freund geht. Er zieht um oder einfach die Wege trennen sich. Passiert jeden Tag x-mal auf der Welt. Der Kommunismus in der Sowjetunion und Bruderstaaten hat sich verabschiedet. In China ließ man eine Hülle zurück und der Kapitalismus füllte den leeren Platz.
Auch unsere Freunde in Kuba verließen den Weg und Fidel verabschiedete sich.

Man wird dann jedes Mal sentimental und blickt zurück auf die gemeinsame Zeit und erinnert sich an die tollen Tage. Zusammen mit den guten Erinnerungen werden auch die weniger guten Erinnerungen hervorgekramt und noch einmal auf Hochglanz poliert und in Worte gefasst.

Dieses Gefühl hatte ich auch bei der neuen M+. Der Blick Rückwärtsgewandt wie in der katholischen Kirche. So wie ein Ratzinger sich den Themen der Vergangenheit angenommen hat und diese hervorholte, so halten sich auch Torsten und seine Mannen gerne in der Vergangenheit auf.

Bis auf aktuelle Plattenkritiken gleicht der Inhalt mehr einer Messe der alten Liturgie, als einer Sicht nach vorne. Keine Kontroverse, Kein Blick nach vorne. Ist die „Szene“ oder der durchschnittliche M+ Leser etwa so Rückwärtsgewandt?

Versteht mich nicht falsch. Ich mag diese alten Geschichten. Wie immer sauber recherchiert mit vielen Hintergrundinformationen etc. Gefällt mir sehr gut. Handwerklich 1+ mit Sternchen. Aber nur noch Insiderwissen aus der Vergangenheit?

Ich meine Karl Marx und Jesus sind auch nur Ausgangspunkte für eine Reise. Sie geben Ideen und eventuell auch moralische Richtlinien. Aber der Blick muss doch nach vorne gehen.

Wo sind die neuen Bands? Wo sind Weiterentwicklungen zu finden? Was passiert noch in der Welt? Wo ist der berühmte Blick über den Tellerrand?

Neben der Kritik an dem Rückwärtsblick, der eventuell dem Alter der Protagonisten geschuldet ist und der Tatsache das bald die gefürchtete Nummer 50 kommt, habe ich noch einen weiteren Kritikpunkt. Die Kontroverse.

In der Vergangenheit stand Skinhead sein auch für kontroverses Verhalten. Im positiven wie negativen. Es gab Reibungen mit der Umwelt, den Eltern, Freunden etc. Wo ist das hin in diesem Heft?

Genug gejammert und geflucht.
Freut euch auf einen Sommer voller Liebe und Harmonie mit der Abzocke genannt FIFA WM.
Denn nicht nur die Brasilianer haben Angst vor Fans aus Argentinien…

Und immer daran denken:

Kommunismus alleine reicht nicht!
Christlicher Kommunismus jetzt!

In diesem Sinne,

Martin Moskau

 

es ist da! es ist angekommen- HURRA!!!!
jedoch beginnt das weinende der beiden augen bei jeder ausgabe zu überwiegen, da es ja nun leider dem ende einer ära zugeht...
nun gut, das unvermeidliche scheint nicht aufzuhalten zu sein, also zum heft!
wieder einmal weiss unser allseits beliebter und äusserst wortgewandter verfasser und sein sagenumwobenes team von schreiberlingen mich, wie hoffentlich die meisten leser, zu begeistern!!!!
sei`s mit detailliert erörterten storys über "szenegrössen" wie nicky crane, der alten schwuchtel, hehehe, der juhnke story,oder das inti mit den neunziger Krachern, den legendären BOOTS&BRACES etc., etc.....
wieder mal ein gelungenes meisterstückchen- danke M+ team!!!!!!!
die erwartungen an die letzte ausgabe scheinen ins unermessliche zu steigen, denn ob das momentane level noch steigerungsfähig ist, bleibt abzuwarten!
oder überlegt sich`s der gute, gute torsten nochamal und macht die 60 voll....????
bajuwarische grüsse

 

der erste Eindruck von der neuen Nummer ist mehr als gut, dass sie zu Skinhead lastig ist stört mich dabei gar nicht.
Ganz stark waren die Geschichten über Arthur Kitchener (mir war garnicht bewusst, wie alt der gute Mann schon ist. Da muss ich mir die Soloplatte auf Randale Records doch mal genauer anhören, fand die beim ersten Durchlauf naja) und über Nicky Crane.
Das Agent Bulldogg Interview war auch recht interessant, obwohl ich mit deren ersten Platten nie so recht warm werden wollte.
Den Rest habe ich erst überflogen, macht aber einen sehr guten Eindruck.

 

Danke für das Heft. Sehr starke Ausgabe. Vor allem die fundierten Berichte bzw. Interviews über Arthur K., B&B, Nicky Crane.
Wo habt ihr nur all das Hintergrundwissen her?! Wird verdammt fehlen, wenn das Heft eingestellt wird.

 

Inhalt ist mal wieder Bombe. Besonders die Juhnke Story hat mich gefreut. Die einzige Kritik ist ,das das Heft immer zu schnell durchgelesen ist. Mann will halt immer mehr.

 

Die aktuelle Ausgabe ist brilliant. Sehr informativ und unterhaltsam fand ich den Harald Juhnke Artikel. Und grafisch muss ich sowieso meinen imaginären Hut ziehen. Ich glaube da gibt es zur Zeit kein anderes Magazin, dass Dir hier Paroli bieten kann.

 

Ich hab 2 Hefte bekommen, soll ich jetzt auch 2 Rezensionen schreiben?

 

Ach, Ihr Luden: Ich für meinen Teil freue mich auf das neue Heft.

Hoffentlich steht da endlich mal was über meine Lieblingsband WHITESNAKE drin.

 

Und wieder ist es vollgepackt mit allerlei Storys und Interviews!
Besonders hat mir die Story über NICOLA VINCENZIO CRANE gefallen und das Interview mit den WALZBRÜDERN ,wo ich mich schon auf den nächsten Teil in der finalen #50 freue. Auch der Hintergrundbericht zum SON OF A BASTARD FESTIVAL und das Interview mit Fotograf TIM HACKEMACK haben mir sehr gut gefallen. Und auch der Rest weiß durchaus zu begeistern und ist alles andere als langweilig.
Sehr Schade das nach der nächsten Ausgabe Schluss ist!

 

Um mal meinen Opa Herrn Tacheles zu Wort kommen zu lassen, möchte ich an dieser Stelle kurz in vollkommener Subjektivität anmerken, dass mir das unerträgliche Blasenpusten bzgl. des angeblich in Unwürde dahinsiechenden MOLOKO PLUS langsam die Hirnrinde krümmt.
Sicher, nicht alles mag dem persönlichen Gusto von Heinz Punk, Dieter Glatzkopf und Elvis Puderdose oder wie auch immer sich die unzähligen Tastaturhengste nennen mögen, entgegenkommen, doch wo sonst bitte findet ihr sonst noch eine derartige Vielzahl an Theman, die weit über das übliche "Machen wir doch zur Abwechslung mal ein Interview mit den BROILERS" (Achtung: Nur ein Beispiel, bitte fügen Sie die Namen derer Bands ein, deren Euter man sonst in anderweitigen Veröffentlichungen regelmäßig mit den immer wieder kehrenden Fragen im Gleichmarsch melkt) hinausgehen ? Wenn euch das zuviel des Altbackenen ist, eure feuchten Träume nicht erfüllt werden oder ihr Dr. Sommer vermisst, dann könnt ihr ja nach Ende des Siechtums den Acker bestellen. Ich bin gespannt und spare mir weitere exquisit oberschlaue Kommentare bis dahin auf.

 

kauf dir ma´n schwanz!

 

Hab doch schon zwei Onkelchen, man darf doch auch nicht zu viele haben ;-)

 

hi frederiko, über welche sachen möchtest du denn was lesen?

 

Schade wie das Zine auf der Zielgeraden in der Belanglosigkeit versinkt....

 

Hast du da vielleicht in ner alten Ausgabe der Neuen Revue geblättert und was verwechselt ?

 

Nein, aber objektiv gesehen ist dem leider so. Die aktuelle Ausgabe ist wirklich tot langweilig, da ist nichts drin was positiv im Gedächtnis bleibt. Ganz schlimm das Mensi Interview, da ist zum einen absolut nichtssagend zum anderen ist es kein Geheimnis warum der Typ da wohnt wo er wohnt. Ob man dann Leuten mit solch zweifelhaften sexuellen Vorlieben eine Bühne geben muss.... Springtoifel? Ernsthaft?

Wenn man die letzten Ausgaben nicht durch die Moloko Brille liest, und man ehrlich zu sich ist, dann kann man das ruhig zugeben und dann kann man eigentlich nur froh sein, dass diese totkranke Oma zu Grabe getragen wird.
Die Zusammenfassung der Skinheadfilme ist auch ein ganz schlimmer Füller. Wer braucht das? Wenns dann wenigstens mit ein bisschen Humor geschrieben würde!

 

Welche sexuellen Vorlieben jetzt?

 

Mensi ist ganz sicher eine streitbare Person; aufschlussreich fand ich sein Geläster über Chubby Chris und das weniger wegen letzterem als vielmehr, weil es einen Charakterzug von Mensi offenbart. Die Upstarts sind sicherlich seit etlichen Jahren verzichtbar geworden, trotzdem finde ich, dass das Interview in Ordnung geht.

Und was spricht denn nun gegen Springtoifel? Der Anlass ist legitim, die Band hat einen Kultstatus inne (auch wenn ich sie zuletzt sogar Live grottig fand), also warum sollte man da kein Interview machen?

Die Sache mit den Filmen ging finde ich auch in Ordnung, auch wenn es jetzt nicht unbedingt die Offenbarung war & "Desolation" in meinen Augen gefehlt hat, wenn schon "Adams Äpfel" zum Tragen kommen.
Das einzige, was mich wirklich tödlich gelangweilt hat, weil mich die Materie nicht im geringsten interessiert, war der Sufer-Heini, dessen Name mir schon wieder entfallen ist. Aber Geschmäcker sind eben verschieden.

Ich finde die Kritik hier schon sehr überzogen und "totkranke Oma" (sic!) ist ja wohl auch meilenweit an konstruktiver Kritik vorbeigefeuert.

 

Ziel eines guten Interviews sollte es doch sein, etwas hinter die Fassade gucken zu können und einen Blick ins Leben des Befragten zu erhaschen. Das gelingt bei Mensi, wenn auch nicht unbedingt in erwarteter Richtung (mehr oder weniger disqualifiziert er sich ja hier selber mit seiner wenig sympathischen Art)...

Das Problem beim Moloko seh ich nicht darin, dass es das Dasein einer "todkranken Oma" fristet, sondern die weit überdurchschnittlichen Ausgaben #40 und #41, vllt. auch noch der 43 und 45. An solchen Ausgaben muss man sich danach messen und das ist schwer, besonders dann, wenn man sich nicht wiederholen möchte.

 

Gebrüder Walz?Der nächste oire zähne Artikel ist vorprogrammiert.

 

Was ja ein gutes Argument für vorauseilenden Gehorsam wäre. Es kann gar nicht genug Selbstzensur geben.

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