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LITTLE RUNAWAY – der erste „echte“ Punkrock-Porno

von Dr. Fuckwit, aus MP #27, 10.2004

Eigentlich hatten Tom Borderland und ich ein Interview mit Rachel und Rob Rotten geplant, aber nach 5 Mails an verschiedene Adressen und mehreren Wochen kam keine Antwort auf unsere Anfrage. Stattdessen gibt’s hier also leider nur die Übersetzung eines Textes, in denen Hauptdarsteller und Ko-Regisseur Rob Rotten über die Dreharbeiten ihres Punk-Rock Pornos „Little Runaway“ berichtet.

Es gab freilich schon früher Punkrock-Pornos, z.b. die „New Wave Hookers“-Serie, aber die Darstellung der Punkszene dort war in etwa so authentisch wie in den amerikanischen TV-Serien der 80er, Quincy zum Beispiel.
„Little Runaway“ hat dagegen (teilweise) echte Punks und vor allem echte Punkbands wie
U.S. Bombs und D.I., die zwischen dem Gebumse den ein oder anderen Song zum besten geben. (Während von den Mannen um Duane Peters tatsächliches Live-Footage zu sehen ist, erwecken die D.I.-Szenen allerdings den Eindruck, man hat für die Tonspur dann doch lieber die live-CD „Live at a dive“ verwendet.)

Der Film hat auch in den Actionszenen erhebliche Schwächen: Viel Mühe hat man sich da nicht gegeben, die Schläge echt aussehen zu lassen und mit den Soundeffekten zu synchronisieren.
Aber der Action-Gehalt stand dann wohl auch nicht so sehr im Vordergrund, und die gute Rachel ist schon ein echter Hingucker…

Es folgt also, wie erwähnt, ein Bericht von Rob Rotten über die Entstehung und die Dreharbeiten des Films (Ja, er ist anscheinend sehr von dem Produkt überzeugt wie man merkt, Kommentare spar ich mir…):

von Rob Rotten, therottens.com
Jim Powers und ich wollten die Punkszene in die Pornowelt bringen, und das taten wir mit „Little Runaway“!
In dem Film ist alles drin: Schlägereien, Sex, Drogen, Alkohol, Shows und Punk Rock. Mehr kann man nun nicht erwarten.

Als Jim und ich zum ersten Mal über die Möglichkeit, einen Punkrock-Porno zu machen, sprachen, wollten wir beide ihn im Grundprinzip auf dem 80er Jahre Film „Suburbia“ basieren lassen. Glücklicherweise hatte ich eine alte abgenudelte Kassette davon, die Jim und ich uns anguckten, während wir einen ersten Entwurf des Drehbuchs machten.

In einem richtigen Punkrock-Film mussten natürlich auch Punkbands vorkommen, das wurde also mein Job. Die ersten Bands, die ich kontaktierte, waren die LOWER CLASS BRATS und die STITCHES. Ihnen gefiel die Idee und sie wollten auf jeden Fall dabei sein.

Also lief es schon mal gut, aber wir bauchten noch mehr Bands.

Rachel und ich sind in derselben Woche noch zu einer D.I.-Show im „The Pound“ in San Francisco gegangen, da hat es mich erwischt: D.I. waren im Original-„Suburbia“-Film, ich sollte sie zumindest fragen, ob sie Lust hätten, mitzumachen.
Zuerst dachten sie, ich sei voller Scheiße, na klar, so’n Typ mit ’nem Iro ist im Porno-Geschäft, aber nachdem ich eine Weile mit ihnen geredet hatte, fand ich ihr Interesse.
Sie wollten nicht nur auf dem Soundtrack sein, sondern sogar im Film selbst! Verdammt, das wurde immer besser!

Jim rief mich am nächsten Tag an und sagte, er hätte die perfekte Location gefunden für das besetzte Haus, in dem die Punks des Films wohnen sollten.
Also hatten wir bereits ein Drehbuch, Bands und Drehorte.

Jetzt brauchten wir nur noch Darsteller.

Jim und ich guckten uns hunderte von Polaroidfotos an und stellten nachher eine gute Besetzung zusammen. Am Samstag darauf wollten wir den ersten Teil des Films drehen.
Die Crew kam um 6 Uhr morgens an.

Der Drehort war einfach perfekt: Es war ein verlassenes Haus, das noch vollkommen mit abgefucktem Material möbliert war. Es gab dort Betten, Schränke, Kühlschränke, und was man sonst so alles hat, aber alles war kaputt und versifft. Wie geschaffen also!

In den nächsten vier Stunden haben wir erst mal wie wild im Haus rumgesprüht, haben über 60 Dosen verbraucht und mussten das Haus dann erst mal für zwei Stunden lüften, bevor wir überhaupt drin drehen konnten.

Als erstes war die Sexszene von Rachel und mir dran. Als wir zum Raum gingen, in dem die Szene gedreht werden sollte, wurde der Farbgeruch stärker und stärker. Im Zimmer saß dann auf dem dreckigen Bett, in dem Rachel und ich später ficken sollten, der bekloppte Beleuchter und schnüffelte Farbe aus einer braunen Papiertüte.
„Was zum Teufel machst du da?“ riefen wir alle und das lustige war, dass er noch versuchte, es abzustreiten, obwohl er die Fressse noch voller Farbe hatte.

Die Analszene zwischen Rachel und mir in diesem schmutzigen alten Bett wurde dann ziemlich klasse.

Danach stand aber noch eine Menge Arbeit bevor: Rachel hat zunächst die Haare der Pornodarstellerinnen in Iros verwandelt und mit ihren eigenen Klamotten ausgestattet. Nachher sahen sie wie echte Punks aus. (Naja – Anm. des Übersetzers)

Ich versorgte dann die Typen mit den richtigen Klamotten.

Jetzt, wo das Outfit stimmte, wollten wir die ganzen Dialoge machen. Alle Dialogszenen und die meisten Fickszenen haben wir dann an diesem Tag gefilmt. Es war ein verdammt langer Tag, aber es lief glücklicherweise alles ganz gut.

In dieser Nacht wollten wir auch D.I. in irgendeiner Bar in Nord-Hollywood filmen, zu unserer Enttäuschung war aber kein einziger Punk da, nur 20 alte Biker, die uns stinkig ansahen. Es erübrigt sich zu sagen, daß wir nicht das Material filmen konnten, das wir brauchten.

Dies stellte sich aber nachher als Segen heraus: D.I. sollten am nächsten Tag in San Francisco spielen, mit den U.S. Bombs und The Sick.

Rachel und ich fuhren nach SF und machten das Kamerazeug für den nächsten Tag fertig. Einer meiner guten Freunde, Nick Ross, bot an, mit der Kamera bei der Show auszuhelfen. Wir waren um sechs Uhr im „The Pound“ und filmten das Material, das wir in North Hollywood nicht filmen konnten.

Casey, der D.I.-Sänger, hatte den anderen beiden Bands von unserem Film erzählt und die US Bombs und The Sick wollten auch dabei sein! So hatten wir sogar fünf großartige Punkbands für den Film!

Nick und ich wechselten uns mit dem Filmen ab und fuhren, als alles im Kasten war, zurück nach LA.

Der nächste Tag sollte der aufregendste werden: D.I. spielten eine Exklusiv-Show für uns!

Während wir in SF waren, hatte die Crew in Nord-Hollywood eine Kulisse für das Konzert aufgebaut, die wie die Garage des besetzten Hauses aussah.
Am Tag vorher hatten wir noch Flyer gemacht und in LA verteilt, so dass auch ein paar Punks als Statisten anwesend sein würden.

Rachel und ich kamen um 7 Uhr morgens am Set an, wir mussten nicht nur die D.I.-Show, sondern auch noch eine Begräbnisszene filmen.
Jim Powers fand einen Crack-Junkie auf der Straße, der den Part des Onkels des toten Punkmädchens spielen sollte. Scheiße, war der Typ behindert, aber er spielte die Rolle gut. Das einzige Problem war, daß er danach nicht mehr gehen wollte. Er lief die ganze Zeit rum und fragte jeden, wann er denn auch mal eins der Mädchen ficken dürfte.
Wir haben ihn dann später rausgeschmissen.

Es trudelten auch langsam dank der Flyer einige Punks ein, was auch kein Wunder war bei Freibier, Essen und einem D.I.-Konzert. Es war jetzt vier Uhr, und die Band war schon eine Stunde verspätet. Die 75 Punks, die mittlerweile da waren, wurden schon ein wenig ungeduldig.
Schließlich kamen D.I. an und als erstes läuft ein Mädchen schreiend und heulend aus dem Van und will über ihr Handy die Bullen rufen, weil der D.I.-Drummer sie geschlagen hat. Wie es sich herausstellte, war es die Freundin des Drummers, die, als die Band sich verfahren hatte, zu nörgeln und jammern begann und ihren Freund ein paar Ohrfeigen verpasste. Er hat dann wohl etwas zu heftig zurückgeschlagen.
Glücklicherweise hat sie aber bei ihrem Anruf irgendwas falsch gemacht, denn die Cops tauchten niemals auf. Nachher haben sie sich wieder vertragen und wahrscheinlich im Van gefickt.

D.I. begannen mit der Show. Wir hatten alle Statisten und die komplette Besetzung des Films auf dem Set. Scheiße, war das geil.

Während des Konzerts sollten zwei Sexszenen auf gegen überliegenden Enden der Pit stattfinden: Die eine zwischen Dave Hardman im Skinhead-Outfit und Julie Night mit Spikes und Zöpfchen, die andere zwischen Rachel und mir. Das alles, während D.I. spielten. Die Statisten tanzten und hatten Spaß.

Ich musste mir einen Pariser besorgen und lief in den Nebenraum, ohne Hosen und mit dem Schwanz in der Hand. Da waren dann etwa 150 Filmstudenten aus Berkeley. Ich habe später herausgefunden, dass sie einmal im Jahr das Studio besuchen, um etwas über das Porno-Geschäft zu lernen.

Als ich mir, immer noch den Schwanz reibend, einen Weg durch die Menge bahnte, ging mir jeder aus dem Weg. Kein Problem bis zur letzten Person. Sie war etwa 200 Jahre alt, nein, wohl eher 80. Als sie mich sah, ist sie total ausgerastet! Sie ließ ihren Stock fallen und wurde bleich im Gesicht.
Nun, was macht man da, versucht man, die Alte aufzufangen, während man nen steifen Schwanz hat, oder lässt man sie fallen und lacht später darüber?

Nun, ich hab sie fallen gelassen, bin über sie drüber gegangen, griff zu den Parisern und lief zurück zum Set. Scheiße, ich hatte schließlich Arbeit zu tun.

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Die Szene zwischen Rachel und mir wurde
dann auch klasse, bis auf die dumme Schlampe, die meinen Arsch mit einer Reitpeitsche bearbeitete.
Ich hab ihr eine runtergehauen, dass sie zehn Fuß nach hinten fiel, da hatte sie es wohl gelernt.

Die Szene von Dave und Julie ist auch klasse geworden. Als D.I. nach der Show einpackten, fragte Sänger Casey, ob Julie Night ihm nicht noch einen blasen könnte oder so.
Ich sagte ihm, na klar, aber das müssen wir dann auch filmen. Casey war einverstanden, also holte ich Julie und wir filmten das Ganze. Du mußt dir schon den Film selbst angucken, um herauszufinden, was dann passierte.

Rob und Rachel (www.therottens.com) arbeiten zur Zeit an einem weiteren Punk-Porno namens „American Punk“, der wohl nicht nur die kalifornische Szene, sondern die ganze USA abdecken soll.


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