The Real McKenzies

am 14. Mai 2015 im Strom in München
Ort / Location: 
München, Strom
Datum: 
14. Mai 2015
The Real McKenzies Gig Gigbericht Konzert

Irgendeine "scheiss" Kälte ist immer. Wenn es nicht die "Schafskälte" ist, ist es die "kalte Sophie", und wenn es nicht die scheiss kalte Sophie ist, sind es die Eisheiligen, auch bekannt als die "Scheissheiligen".

Insofern war ich froh, dass nach all dem Hundswetter mich am Abend ein paar dünne Sonnenstrahlen ins Strom am ehemaligen Südbahnhof begeleiteten. Der Laden, den ich seit gefühlt 15 Jahren nicht mehr betreten hatte, war relativ gut gefüllt. Erstaunlich hoch auch die "Franzosen-Quote". Um jedem Missverständnis vorzubeugen: Selbstverständlich schätze ich die Vertreter der "Grande Nation". Ich sehe auch jeden Yvan Attal- und Charlotte Gainsbourg-Film auf "Eins Festival". Ehrlich. Wer könnte auch ohne solch sinnige Dialoge leben wie:
"Wie heisst die Schlampe?"
"Cappucine."
"Du betrügst mich mit einer Cappucine!? Wenn es zumindest eine Noemie, eine Sandrine oder eine Orphelie wäre, aber eine Cappucine?! Wie kannst du nur eine Cappucine bümsen, du Schwein!

Aber zurück zum Thema. "Straightline" aus heimatlichem Gefilde eröffneten den Abend und hielten sich auch gleich sklavisch an alle Vorgaben die ein junge Hardcore Band amerikanischen Zuschnitts einzuhalten hat. Was wären:
a, "Shouts"
b, "Growls"
c, stakkatohafter Sprechgesang mit mehrstimmigen Refrains
d, "Breaks"
e, Luftsprünge mit hochgezogenem Knie und die Gitarre hoch vor der Brust

Ich kann zu dieser Stilistik nichts sagen, insofern auch nicht werten. Einen der Sänger habe ich letztens auch in der Band Missbrauch gesehen (Review hier auf Moloko). Fand ich persönlich cooler.

Die Real McKenzies hatte ich zu "Oot & Aboot"-Zeiten ein paar mal gesehen. Mindestens 10 Jahre her. Ich hatte sie als eine geile, sehr geile Live-Band in Erinnerung. Dennoch waren meine Erwartungen an den Abend nicht überaus hoch. Warum eigentlich?
Dann betrat er die Bühne, Paul McKenzie, gefühlt auch die einzige Person aus der damaligen Besetzung. Hageres, eckiges Kinn, Sonnenbrille trotz Schummerlicht, der Wolfgang Joop des Folk-Punks. Die Stimme, vor allem aber die Bewegungen reduzierter als damals. Aber was soll es.
Sie rissen viele Hits und ein paar gute neuere Songs runter. Und obwohl ich ein paar wenige alte Klassiker vermisst habe: Sie sind immer noch eine geile Live-Band!

Kommentare (1)Kommentar schreiben

 

Die "kalte Sophie" ist eine der Eisheiligen.

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