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Sommerzeit, Festivalzeit - und wie fast jedes Jahr gehts mit dem With Full Force gleich in die Vollen. Naja, zumindest fast, denn eigentlich war ja das Skafest in Rosslau mit dem sehr unterhaltsamen El Bosso-Auftritt der geheime Auftakt. Aber Ska hörn wa ja nich, sondern nur Metal und deshalb also das With Full Force - ich lege hier jetzt mal keinen Wert auf Vollständigkeit in irgend einer Art und Weise, weil zum einen dort so viele Bands gespielt haben die man sich gar nicht alle ansehen kann oder will und zum anderen der Bruder Alkohol auch mit im Spiel war. Die Folgen könnt ihr euch sicher denken...
Donnerstag
Nun denn, schon am Donnerstag mit der obligatorischen Stunde Verspätung auf nach Leipzig, beziehungsweise Löbnitz, beziehungsweise Roitzschjora, beziehungsweise irgendwas dazwischen. Die Entscheidung einen Tag früher zu fahren war auf jeden Fall kein Fehler - so steht man nicht so lange an und vor allem gibt´s die Festivalbändchen prompt am dafür vorgesehenen Container. Außerdem steht da schon n Festzelt in dem halbnackte Asis zu später Stunde die totale Rock´n´Roll Revolution ausrufen - Filmriß und ne satte Klopperei inklusive. Soviel dazu.
Freitag
Mit dickem Kopf und Lichter an ist dann am Freitag Barcode die erste Band, die ich gesehen habe - nun ja, so der Hit war´s nicht - andere sahen das anders und drehten schon mal fleißig durch.
Der nächste Gang führte mich vor die Hauptbühne - Extreme Noise Terror. Und extrem und laut war´s dann auch - sehr schön, soweit. Danach volle Pulle Mastodon aus Amiland, wenn ich nicht irre. Am besten hat mir die Moby Dick Fahne im Hintergrund gefallen... Stretch Armstrong, OHL und Antiflag: nein und Walls of Jericho: sowieso nein, weil soviel nerven wie die Tante die da singt/kreischt kann keine(r). Dafür Bier: ja! Und anschließend Mark Foggo, der mit seinen Skasters überhaupt nicht ins Programm passt, mit Jogginghose und Nicki aber gnadenlos abräumt, das fetzt und ich muss tanzen - Zirkusmusik yeah!
Durchgeschwitzt und mit einem Dauergrinsen mache ich mich dann auf zur Hauptbühne, wo gerade In Flames am Starten und ganz schön geil sind, im Gegensatz zu den Misfits, die danach im Zelt ihren letzten verbliebenden Heldenstatus komplett zu Staub zerkloppen, ellenlange Ansagen, n Soundcheck, der mich fast wahnsinnig macht und nur wenige alte Hits, lassen die meisten „Fans“ mit enttäuschten Fressen dastehen... mich auch.
Dafür Slayer einwandfrei, und die Knüppelnacht ebenso, dafür kommt das Ungeziefer aus den Löchern, dass es nur so hagelt - uiuiui - da können sich alle Nietenpunks dieser Erde mal n Kanten von abschneiden. Noch schnell n Tequila Sunrise, weil wegen Sonnenaufgang und so und dann ab ins Heiabettchen.
Samstag
Der Kopf ist schwer, das Wetter mittlerweile beschissen und die Bands zum größten Teil auch – bis auf Murphys Law, die eine schweinegeile Show abziehen und das Zelt zum Kochen bringen, sowie Terror, die dem ganzen noch mal die Krone aufsetzen. Ausrastpogo bis zum Ende!
Zurück am Zelt wurde dann einstimmig beschlossen lieber dem mitgebrachten Dosenbier zu frönen, als Discipline und Sick of it all - waren bestimmt gut, sind die ja (fast) immer.
Bei den Kassierern natürlich wieder volle Kanne ran anne Buletten. Die treten diesmal ohne Mitch Maestro auf, der mich einfach nur nervt, so hat Wölfi alle im Griff und die Hymnen der unterdrückten Nichtarbeiterklasse zünden wie die Hölle. Glücklicherweise fasst sich diesmal auch Volker Kampfgarten kurz, der erzählt sowieso auf jeder Show dieselbe Scheisse... - doppelt freie Bahn für Wölfi also!
Bei den Beatsteaks auf der Hauptbühne sinkt bei meinem Eintreffen gerade das Banner und meine Fahne scheint auch langsam aber sicher unterzugehen. So beschließe ich den Abend mit Iron Maiden – stilecht eben. Alles dran, alles drin – zurück und pennen. Blöderweise verpasse ich so Amulet. Schade eigentlich, schon das zweite alkoholbedingte Fernbleiben bei den Norwegern. Warum müssen die eigentlich immer mitten in der Nacht auftreten?
Sonntag
Normalerweise der Tag zum Ausspannen und abkacken. Aber das geht natürlich nicht, denn das Line Up ist gespickt mit geilen Bands - schließlich sollen ja alle brav bis zum Schluss bleiben. Mit den Apokalytischen Reitern startet mein Sonntag gleich mit nem ziemlichen Highlight - coole Show, nette Leute, fette nackte Typen und vor allem wieder Sonne...
Die wird dann für n kleines Fußballmatch genutzt und wir sind wieder die Kings aufm Platz.
Viel versprochen hatte ich mir von Harley´s War, angeblich ne Streetpunk Variante der Cro-Mags - so richtig überkochen wollte der Spaß jedoch nicht - zu wenig Leute im Zelt und nur vereinzelt mal ein Tänzchen.
Dann schnell rüber zu den Hellacopters, die ja nun wirklich fast überall n gutes Feedback kriegen, irgendwie fehlt mir da aber der Arschtrittfaktor und so mache ich mich pünktlich zu den US Bombs in Richtung Zelt auf . Wenn der gute Duane nur nich so brüllen würde, braucht man ja echt ´ne Weile um da mal n Song zu erkennen - im Endeffekt zünden die Bomben dann aber doch ganz gut, zumindest beim Mob vor der Bühne. Übrigens gab es bei ihrem Auftritt Besuch von der One Man Army – besser war´s dadurch allerdings nicht...
Nebenbei gesagt kann ich die Leute nicht verstehen, die Duane Peters eine absolut miese körperliche Verfassung attestieren, mittlerweile hab ich das schon öfter irgendwo gelesen/gehört. Dazu sei zu sagen, dass der Mann (Keine Ahnung wie alt der ist. Vierzig vielleicht? Weiß das wer?) nachm Auftritt noch gute zwei Stunden in der Halfpipe wie wild rumgeskatet ist. Erst mal nachmachen, würd ich sagen. Aber zurück zum Fest, denn danach waren Anthrax am Start, die mich zwar nicht vom Hocker rissen, zumindest aber auch nichts falsch machten. Motörhead fiel leider aus - wegen Lemmy im Krankenhaus.
So gings straight auf die letzten Bands zu, die da wären: Subway to Sally - tippi, Finntroll - tipppier und Eläkeläiset - tippiest, denn wer mit ´nem 2 Unlimited Cover startet, der kann kein schlechter Mensch sein...
Fazit
Tolles Wochenende, das fast in der Leitplanke geendet wäre... Danke, Mutti, für die Karte! Du bist die Größte!
28.07.2005


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