Frank Turner

am 09. Mai 2012 im Amplifier, Perth (Australien)
Ort / Location: 
Perth, Australien, Amplifier
Datum: 
07.Mai 2012
Bands: 
Internet: 
Frank Turner Gig Gigbericht Konzert

Da war er also, der Frank, der Turner. Ich hab ihn ja vor ein paar Jahren gesehen, als er noch ein bisserl unbekannter war bei der Revival Tour vor ca. 2 Jahren. Und wa soll man sagen? Bekannter ist er geworden und vor allem, er zieht ein anderes Publikum.

Aber fangen wir von vorne an. Ich bin ja Fan von Singer/Songwriter und so Folkhanseln. Ich weiß, dass diese Art von Musik ja die letzen Jahre überhand genommen hat und welcher Frontmann einer bekannten Punk/Hardcore-Band fiedelt heutzutage nicht auf seiner Gitarre herum.

Jedoch packt es mich, wenn es gut gemacht ist. Und auch so, der Frank Turner, die Cd’s sind okay, jedoch live immer eine Bank. Und als nach langer Konzertflaute endlich wieder mal ein Gig meinem Geschmackes auf der Liste stand, wurden natürlich sofort die Tickets für mich und Kumpel Nat organisiert.

Die Vorfreude war groß und die Erwartungen natürlich auch. Da ein Mittwoch Abend und erst spät von der Arbeit gekommen leider die Vorgruppen verpasst und mit einem leich mulmigen Gefühl gings an die Bar ein Bier bestellt.

Wieso mulmig? Na ja, das Amplifier betreten und sich ein bisserl um sich geschaut und ich kam mir vor wie auf einem BWL Studenten Treffen. Bäh.

Und dann gings auch schon los, der Strahlemann betrat die Bühne, gefolgt von den Sleeping Souls, dezenter Applaus und los gings. Und wie es los ging, leck mich am Arsch, ich weiß ja nicht, welche Drogen der Typ nimmt, jedoch scheinen sie bei ihm zu funktionieren. Ein Hit nach dem anderen wird dem dezent Beifall klatschenden Publikum vor den Latz geknallt mit einer Energie, dass es dich weghaut.

Aber wie gesagt, anstatt lauthals mitzugröhlen und die Faust zu recken wippt und schunkelt das Publikum mit. Was den dauergrinsenden Barden nicht weiter zu stören schien, denn dieser strotzte nur so voller Energie.

Und seine Backingband ist ja auch nicht von schlechten Eltern. Die Sleeping Souls sind alles andere als nur eine Begleitband, nein, sie funktionieren hervorragend und rotzen nur so mit dem Meister um die Wette.

Leider war der Spuk schon nach gut 1 ½ h vorbei, ich hatte fast keine Stimme mehr, alle waren zufrieden und die Band samt Publikum glücklich. Na ja, jeder so wie er es mag.

Mit gemischtem Gefühl ging es gen Heimat, einerseits einen genialen Musiker gesehen zu haben, andrerseits eines der beschissensten Publikume jemals gesehen zu haben.

Na ja, die nächsten Tage gingen mir jedenfalls die folgenden Zeilen nicht mehr aus dem Kopf: „I won’t sit down, I won’t shut up, and most of all i won’t never grow up.“

Richtig so.

alles von:   

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