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Hat das Underdog tatsächlich nun schon 37 Ausgaben auf dem Buckel? Erstaunlich - genauso wie Herausgeber Fred's hehre und unermüdliche Ambitionen gegen rechte Politik.
Passend zur ungemütlichen Jahreszeit ist das Thema "Grauzone" Schwerpunkt dieser Ausgabe. Und wer das Wildeshauser Fanzine kennt, der weiß um Freds Abneigung gegen jede Art von Oberflächlichkeit. Deshalb verwundert mich die recht wirre Einleitung zum Thema zu Beginn ein wenig, aber diese Thematik auf wenigen Seiten zu umreißen ist nun wirklich nicht ganz einfach.
Die Interviews mit den der Grauzone zugehörig völlig unverdächtigen FREIBOITER, PRODUZENTEN DER FROIDE & STAGE BOTTLES tauchen dann aber umso intensiver in die Materie ein. Und die Bands antworten mit erfreulich offenem Visier. Ebenso VOLXSTURM, denen groteskerweise in manchen Kreisen "grauzonige" Ambitionen nachgesagt werden.
Durchleuchtet wird auch die Deutschrockszene um KRAWALLBRÜDER, KÄRBHOLZ, FREIWILD & Konsorten - interessanterweise von einem Bandmitglied der ebenfalls dort verorteten (und mir nicht bekannten) PAINWORDS, habe mir allerdings ein paar mehr Details erhofft.
Höhepunkt der Ausgabe ist für mich das Gespräch mit den Veranstaltern des "Resist To Exist"-Festivals. Sehr detailliert und interessante Annekdoten und Einblicke nicht nur in die Organisation eines solchen (antifaschistischen) Mammut-Events.
Während der Lektüre könnt ihr Euch übrigens von 21 Oi!-Bands beschallen lassen, die auf der beiliegenden CD zu Wort & Ton kommen. "100%ig antifaschistisch" - so behauptet es das CD-Booklet, aber haben LAST STRIKE nicht letztens noch auf 'nem Festival mit einer zwielichtigen Band ... na, lassen wir das.
Das UNDERDOG ist stellenweise sicher etwas verkopft, interessant aber allemal. Vermisst habe ich jedoch ein Interview mit einer der aufgeführten anrüchigen Bands, wie z.B. KRAWALLBRÜDER - mit ihnen zu sprechen ist ja grundsätzlich besser als über sie.
08.01.2012


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