Halleluja, sog i!
Früher brannten Menschen mit bösem Blick im Namen der Kirche auf dem Scheiterhaufen, heute dürfen sie schon Papst werden. Ich bin erstaunt, wie tolerant die katholische Kirche geworden ist - sehr löblich! Und dass die jungen Schäfchen die Feste feiern können, wie sie fallen, sah und las ich die letzten Tage in Kölle. Da gings hoch her, mein lieber Scholli! Ob dort auch die Jesus Skins zum Musizieren auftraten, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Vielleicht hat Porzer-Markus, Hrsg. der heiligen Bezirk 7-Schrift, bessere Informationen dazu, er hat schließlich den göttlichen Rummel direkt vor seinem gesegneten Schlafzimmerfenster verfolgen können. Oh, wie ich ihn beneide ...
22. August 2005, 05:57 Uhr | Kommentare: 0

Zivilcourage
Irgendwo las ich vor kurzem eine Studie, die besagte, dass in Deutschland die Zivilcourage in den letzten 20 Jahren um fast 40% abgenommen hätte. Wie die Forscher zu diesem Ergebnis gekommen sind, weiß ich nicht, wahr ist aber, dass ich in den letzten beiden Wochen gleich zweimal Zeuge mangelnder Zivilcourage wurde.
Fall 1: Irgendein Trottel warf wohl eine glühende Zigarettenkippe in einen Mülleimer neben meiner Arbeitstätte, einem Eiscafé. Die Straße ist dicht befahren, Fußgänger marschieren im Sekundentakt am Eiscafé vorbei, aber erst als der Mülleimer lichterloh brannte und schon begann, auf das nebenstehende Gartenstück übergreifen, kam mal jemand ins Café, um uns zu informieren. Es müssen mindestens 50 Leute an dem Feuerchen vorbeigelaufen sein, wahrscheinlich waren sie alle ganz in Gedanken vertieft und wunderten sich auch nicht, warum es kurzfristig so warm wurde, als sie dran vorbeihuschten…
Fall 2: Eine ca. 80jährige Passantin bekommt einen Schwächeanfall und kann sich nur vorm Zusammenbrechen schützen, indem sie sich an einen Gartenzaun festkrallt. Eine Arbeitskollegin sieht sie irgendwann mit zitternden Beinen am Zaun hängen, trägt sie mithilfe eines Kunden ins Café und ruft den Notarzt. Dutzende Passanten - auch ältere Leute - waren an ihr vorbeigelaufen, wohl keine Zeit zum Helfen.
Hmmm, kein Fazit dazu. Aber seltsam ist es schon, oder?
16. August 2005, 05:57 Uhr | Kommentare: 0

Fußball ist unser Leben
Die Bundesliga startete am Wochenende relativ komplikationsfrei in die neue Saison, und gleiches kann man auch von unserem Punkrocktippspiel sagen. Obwohl erst knappe drei Tage vor dem Start online gegangen, haben sich für die erste und zweite Bundesliga fast 350 Experten angemeldet, unter denen sich scharmando mit beeindruckenden 21 Punkten den ersten Wochensieg in Liga 1 holte! Gratulation!
Mit Gewinnen halten wir uns diese Saison zurück - das ist portotechnisch auf Dauer ganz schön teuer und ich habe auch den Eindruck, dass da auch nicht unbedingt das Verlangen besteht. Oder doch?
Ich bin gespannt, ob Seb bis zum zweiten Spieltag die Seite komplett fertig bastelt ...
09. August 2005, 06:13 Uhr | Kommentare: 0

Lasst die (Tipp)Spiele beginnen!
Yes! Drei Tage vor Beginn der neuen Bundesligasaison erwacht das beliebt-berüchtigte Punkrock-Tippspiel von Sachsenpunk.de & Moloko-Plus.de zu neuem Leben.
Ab sofort könnt ihr euch unter http://tippspiel.sachsenpunk.de innerhalb von 10 Sekunden anmelden und mit Euren Tipps loslegen!
Und nicht vegessen: Das erste Spiel beginnt schon am Freitag, 05.08.2005!
Und noch ein kleiner Hinweis für die besonders begabten Fachidioten unter euch: Ich selbst bin eher ein Freund des Amateurfußballs (zumindest solange, bis mein Lieblingsverein endlich erstklassig ist!) und habe ein Tippspiel für die Oberliga Westfalen ins Netz gestellt. Unter www.Oberliga-Tippspiel.de kann auch hier nach Herzenslust getippt und geraten werden.
Diese Seite hat übrigens auch ein klein wenig dazu beigetragen, dass es hier zuletzt recht ruhig zuging...
03. August 2005, 19:24 Uhr | Kommentare: 0

Chlorwasserstoffsäure
Gerade komme ich vom Allergologen und mit der Gewissheit, gegen so ziemlich alle herumfliegende Pollen allergisch zu sein - bei manchen weniger, bei anderen mehr (Gräser).
Seit einem Vierteljahrhundert sucht mich Sommer für Sommer eine Heuschnupfenplage heim, gegen die ich bzw. diverse Hausmittelchen zusehends machtlos wurden. Als mir nun in den letzten Wochen auch noch immer häufiger die Luft wegblieb, war ein Besuch beim Doktor Onstein unausweichlich!
Für die süße Arzthelferin war es eine ziemliche Herausforderung, auf meinen dünnen Ärmchen den "Piektest" durchzuführen.
Mann, ich hatte furchtbare Schmerzen, mir war ganz schwindlig, aber ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. Nach einer Minute war ich innerlich schon ganz irr vor Schmerz. Als mir das junge Ding zu verstehen gab, ich müsse meine Ärmchen jetzt 10 Minuten ruhig halten, versuchte ich ein betont cooles "Jo, jo, ich hab Zeit" herauszubringen, aber es klang wohl eine Spur zu gepresst, denn die Dame schaute mich ganz seltsam mitleidig an. Oder war's ein hämisches Grinsen?
Mir jedenfalls kam es so vor, als hätte die Arzthelferin versehentlich zur Salzsäure gegriffen. Nach zehn Minuten sah es so aus, als hätte 'ne Horde Hornissen auf meinem Arm TICTACTOE gespielt - mit gewetzten Stacheln. Und entsprechend fühlte sich das auch an.
Der Arzt schien aber hochzufrieden gewesen zu sein - er empfahl dringendst eine Immuntherapie, verschrieb ein Asthmamittelchen und schon stand ich mit brennenden Arm einsam und allein auf dem Borkener Marktplatz.
Tja, und die Moral von der Geschicht? Salzsäure zerfetzt die Haut - Schicht für Schicht!
28. Juli 2005, 20:03 Uhr | Kommentare: 0

Sign of life
Nachdem hier einige Tage Funkpause war - zumindest auf der Startseite, Reviews, News, Gigberichte, Kolumnen etc. kamen weitere dazu - will ich auch mal wieder das Wort, bzw. die Tasten ergreifen.
Seit April diesen Jahres muss ich meine Freizeitaktivitäten radikal einschränken, was in erster Linie zu Lasten meiner Homepage- & Fanzinespielereien geht. Am PC bin ich im Grunde nur noch morgens vor der Arbeit, von ca. 5:30 - 7:00 Uhr, und das verständlicherweise auch nicht jeden Tag. Außer ein wenig Korrespondenz und das wichtigste vom wichtigen in Sachen Homepageupdate ist da nicht zu schaffen.
So muss ich auf meine saisonal bedingte Arbeitslosigkeit im Oktober warten, bis ich mich ans neue Moloko Plus heranwagen kann.
Die #29 wird dann Schätzungen zufolge Anfang 2006 erscheinen. Noch ´ne lange Wartezeit, aber das ganze Moloko-Team wird mit vollem Einsatz und Herzblut an die Sache rangehen ...
26. Juli 2005, 09:43 Uhr | Kommentare: 0

What a bummer!
"To get into deep doo-doo" sagt der gebildete Engländer laut woerterbuch.info, wenn man ziemlich tief in der Scheiße steckt. So könnte man meine Verfassung im Moment bezeichnen, und ich würde am liebsten noch ein "bloody hell", "that sucks", "bugger it" und ein besonders kräftiges "poop" hinzufügen.
Gestern sind nämlich auch mir erstmalig aufgrund eigener Schusseligkeit einige wichtige Daten von meinem Laptop entfleucht und bislang sah ich keine Möglichkeit, diese irgendwie wieder zu reanimieren.
Ärgerlicherweise handelt es sich dabei neben meiner Linksammlung um mein komplettes eMail-Konto, incl. aller Mails - darunter auch sehr wichtige für das kommende MP #29, genauso wichtige Codes und Zugangspasswörter und allerlei Dönekes mehr, die ich eigentlich nicht missen möchte (um z.b. ein neues eMailkonto einzurichten). Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass sich alle Daten noch irgendwo auf der Festplatte versteckt halten, aber ich bin zu blöd und zu blind, diese wieder zum Vorschein zu bringen. Falls also irgendjemand einen Tipp hat - ich wäre sehr dankbar!
06. Juli 2005, 07:05 Uhr | Kommentare: 0

Born To Lose!
Es tut sich was! Schau mal bei den Kolumnen nach, da müsstest du eine neue Serie finden, die von Andi W. aus B. in S. soeben gestartet wurde.
"The Best Tribute Album in Punk/Garage and Power Pop" heißt das Ding, und posthum geehrt fühlen darf sich Johnny Thunders, dem der erste Teil gewidmet ist. Und gewinnen könnt ihr die Tribute-Scheibe sogar auch noch!
Manno, da bricht einem ja das Herz!
28. Juni 2005, 06:57 Uhr | Kommentare: 0

Huth! Du Sau!
Welch Unglückstag gestern! Erst regnet es pünktlich zum Feierabend wie aus Kübeln, sodass ich nach der Arbeit 20 Minuten ohne Schirm durch den Regen zum Bahnhof laufen muss. Zwischendurch kicke ich aus Frust einen auf dem Gehweg liegenden Stein weg, der sich ärgerlicherweise als Hundekackhaufen entpuppt und zu guter Letzt trete ich in eine gut getarnte riesige Wasserlache rein. Der rechte Schuh stinkt nach Scheiße, der linke ist mitsamt Socken und Fuß kletschnass. All das innerhalb von 10 Minuten - ich bin schwerstens bedient.
Und obwohl ich hätte wissen müssen, dass das Glück mir alles andere als hold ist, verliere ich abends auch noch eine Wette gegen meinen Sohn und einen zweistelligen Betrag, weil das Spiel der Deutschen gegen Brasilien nicht in die Verlängerung geht. Naja, ich hätte es angesichts des Tagesverlaufs wissen müssen, dass ich meine Wette verliere. Die 50 Cent hat sich Nico aber redlich verdient, schließlich tippte er exakt das richtige Ergebnis. Dieser Satansbraten.
Dem habe ich erstmal ein Tippverbot erteilt!
26. Juni 2005, 19:18 Uhr | Kommentare: 0

Ein Käfig voller Narren
Der Innenraum im überfüllten Bus, den ich auch gestern wieder auf dem Weg von der Maloche nach Hause nahm, war derart stickig, dass ich kaum Luft zum Atmen fand. Ich platzierte mich daher günstig an der Tür, um wenigstens an den Haltestellen ein bis zwei Liter frische Großstadtluft zu inhalieren.
Kurz vor der Haltestelle "Kettelerstraße" - meine Lungen freuten sich bereits auf ein bis zwei weitere Liter Sauerstoff - bohrte sich ein knorriger Finger in meinen gewiss nicht schmalen Rücken, und eine rauchig-hohle Stimme schnarrte durch das Gefährt, dass ich augenblicklich nicht mehr wusste, ob mir der Schweiß wegen der Hitze oder aus Angst vom Rücken in die Kimme lief.
"Könnten sie mich gleich aussteigen lassen", schnarrte sie, und nachdem ich mich wohl eine Spur zu hastig umgedreht hatte, vernahm ich noch ein 'Bitte'. Vor mir stand ein zerbrechliches Geschöpf, an die 80 Jahre alt und in handlicher Waldschrat-Größe. Und mit einer Stimme ausgestattet, die einer gesamten Busladung inklusive Fahrer das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Natürlich gab ich ihrer Bitte statt - ich bin ein Gentleman und kein Rowdy!
Wie auch immer sie zu dieser Stimme kam, die ein oder andere Packung ROTH-HÄNDLE in den letzten 70 Jahren hat da sicher keine unwichtige Rolle gespielt. Interessant fand ich auch diesen komischen Stab, den sie sich beim Sprechen an den Hals hielt. Mal bei Ebay gucken, ob einer sowas anbietet - dann erschrecke ich die Kunden bei mir auf der Arbeit ...
22. Juni 2005, 06:39 Uhr | Kommentare: 0
