Heute Morgen gegen 2:47 Uhr habe ich erste Layoutschritte in Sachen MOLOKO PLUS #34 unternommen. Da die nächste Nummer probeweise und nicht ganz freiwillig in Vollfarbe erscheinen wird, gilt es hier besondere Vorsicht walten zu lassen bei der Wahl der Farben. Gerade beim Hintergrund muss ich genau den richtigen Farbton erwischen - nicht zu knallig, nicht zu blass, sondern irgendwo dazwischen.
Und schon beginnen die ersten Probleme. Ich bin nämlich nicht im Besitz eines Farbdruckers, und muss mich deshalb darauf verlassen, was mir der LCD-Bildschirm meines altersschwachen Notebooks vorgaukelt. Und die Erfahrung lehrte mich nicht nur einmal, dass es gefährlich werden kann, den tollen Farben zu viel Vertrauen zu schenken.
Falls bei Dir, lieber Abonnent, Ende Februar ein wischmoppgraues oder bluthustenbraunes Fanzine im Briefkasten zappelt, dann bin ich nicht schuld - der Computer war's!!
Ich fühle mich immer unwohl, wenn der Tagesablauf nicht geordnet ist: Morgens schön am PC arbeiten (jawohl, arbeiten! Manch schlichtes Gemüt verwechselt meine Berufung als Fanziner mit kindlicher Spielerei), nachmittags familiäres Beisammensein, abends Sex. Wenn dieser Rhythmus durcheinander gerät, werde ich unruhig. Ich hatte ja schon immer das Gefühl, ein autistisches Grundwesen zu besitzen.
Aber jetzt sind alle Feierlichkeiten überstanden, Schulferien beendet, die Gattin verdient Geld - endlich gehört der Vormittag wieder mir allein!
Und den habe geopfert, um das Moloko #34 mit eiserner Faust voran zu treiben, das Kompetenzteam auf Kurs zu bringen, Anzeigenkunden zu ködern und diesem verdammten HEUR/Exploit.HTML-Virus auf der Festplatte unter Kontrolle zu bringen. Nach meinem Informationsstand infiziert der Flegel Webseiten und wandert dann auf die Festplatten derer weiter, die eben diese Homepage besuchen. Also ganz schön scheiße bis jetzt, dieses Jahr 2008!
Für den Moloko-Leser vielleicht auch, denn es gibt geringfügige Veränderungen in Sachen Printzine. Aufgrund eines Druckereiwechsels versuche ich mich bei der #34 auch mal an einen farbigen Innenteil. Aber keine Panik: Zines wie das aktuelle Scumfuck #22 sind mir Warnung genug, es mit der Farbe nicht zu übertreiben. Ich habe da schon eine Idee, wie ich Farbe UND Stil wirkungsvoll kombinieren könnte (hmmm, jetzt ist es doch an der Zeit, in Panik zu verfallen).
Mehr will ich noch nicht verraten, aber Ende Februar wird es der geneigte Molokoholiker ja in real bewundern - oder verteufeln!
Es geschieht leider nicht mehr häufig, dass mich die Muse küsst und ich mich aufraffen kann, für diese Homepage in die Schreibmaschinentasten zu hauen.
Aber irgendwann muss es ja mal geschehen - die Aktualisierung der Molokographie. Nun trieb mich die ergreifende eMail eines geneigten Homepagebesuchers mit seinem ergreifenden Appell an meine Ehre dann doch dazu, ein paar Infos & Bonmonts zu den letzten beiden Ausgaben zu verfassen.
Und irgendwie macht mich das richtig glücklich, den inneren Schweinehund überwunden zu haben. Am liebsten würde ich gleich ein paar Tonträger- & Fanzinereviews hinterherschieben, aber - ääh ... ich hab leider keine Zeit mehr! Aber bestimmt morgen!
Seid Ihr gut in 2008 gelandet? Seid Ihr überhaupt schon aus dem Delirium erwacht?
Mangels Mammon - der Kurzurlaub über Weihnachten zehrte bereits alle finanziellen Ressourcen auf - ließ ich den Jahreswechsel im Familienkreise ruhig angehen. So ruhig, dass ich auf dem Kanapee einschlief und mich mein Filius rechtzeitig um 23:50 Uhr wecken musste.
Im Halbschlaf das neue Jahr gegrüßt, und 2008 war keine 60 Minuten alt, da befand ich mich bereits wieder im Kinderträumeland.
Eine Sylvesterfeier, die selbst für mich introvertierten Charakter als "zurückhaltend" bezeichnet werden muss. Aber egal, ich bereue nichts!
... kommt mir die Ausgabe 33 daher" - so lautet die erste Reviewzeile auf Crazy United-Franks Homepage zum aktuellen MP. Und obwohl meine rechte Faust unwillkürlich zuckte, so lese ich anstelle eines kollektiven "Dufte, weiter so!" doch wesentlich lieber, was den werten Rezensenten an einer Ausgabe NICHT gefällt. Das hilft gegen erste Anzeichen von Selbstgefälligkeit.
Nicht Zank - Dank, Punk-Frank!
Das komplette Review kann wie immer in der Molokographie nachgelesen werden.
Die Weihnachtsfeierlichkeiten verbrachten wir dieses Mal in einem guten Hotel an einem geheimen Ort. Es war erholsam fürs Gemüt, kulturell bildend und familiär bindend. Ziel erreicht!
Vier wichtige Dinge habe ich zudem fürs Leben gelernt:
01.: Nie im Halbschlaf im Stockdunklen in einem Hotelbadezimmer herumirren - es könnte mit eiergroßen Beulen an der Stirn enden
02.: Niemals GoKart fahren, wenn man 30 Minuten zuvor noch das Weihnachtsbüffet bis kurz vor dem Erbrechen geplündert hat - das Kotzen kommt spätestens dann, wenn man aus dem Kart wieder auszusteigen versucht! (Dabei habe ich das Übel schon nach der zweiten Runde kommen sehen bzw. gefühlt, aber ein Rennabbruch kam nicht in Frage, schließlich hatte ich nicht für 1.5, sondern für 15 Minuten gezahlt!)
03.: Frauen sind unfähig, tiefstes Mitgefühl zu zeigen
04.: In Schadenfreude zeigen sind sie dafür ganz groß
Die besinnlichen Mästtage verbringe ich heuer mit meiner Gattin & Sohn an einem geheimen Ort - neue Kräfte sammeln für meine restlichen zwei Monate Urlaub, bis es Ende Februar dann wieder an die Arbeitsfront geht.
Die Koffer sind gepackt, der Chevy wartet mit laufendem Motor vor der Tür und somit möchte ich euch mit einem besinnlichen Choral in die besinnlichen Weihnachtstage entlassen:
Von der Tippspiel-Herbstmeisterschaft & zwei schwarzen Schafen
In den letzten Wochen & Monaten habe ich an dieser Stelle unser großartiges PUNKROCK-TIPPSPIEL stark vernachlässigt. Die Winterpause ist aber ein perfekter Anlass, das Wort an die Tippgemeinschaft zu richten!
DANK! Dank, dass ihr trotz diverser technischer Schwierigkeiten sprichwörtlich am Ball geblieben seid. Unrühmlicher Höhepunkt war wohl das Hacken der Seite von russischen Schwarzmeerterroristen. Mittlerweile läuft das Tippspiel aber wieder stabil. Ich bin zuversichtlich, dass die Seite zum Rückrundenstart auch optisch wieder ein Leckerbissen sein wird.
Die Bundesligatipprunde führt zur Zeit Sportsfreund LUDGER an. Allerdings kann sich der gute Mann nur noch wenige Tage über die Tabellenführung freuen, dann werde ich ihm eigenhändig 72 Strafpunkte abziehen. Wer jedes Spiel gleich tippt, hat selbstverständlich kein Recht auf die vorderen Ränge, und schon gar nicht auf die Herbstmeisterschaft! Gleiches gilt für den 4.-platzierten FRICKE79, ihm werden 67 Punkte abgezogen. Wenn jeder so tippen würde, kann man das Tippspiel direkt sein lassen ...
Die Herbstmeisterschaft hat sich somit ABERNMAUKE mit zwei immens starken Tipprunden zum Schluss vor BERGI78 gesichert. Durch den Punkteabzug rutscht er auf den dritten Rang vor.
Wer von euch Dreien Interesse an einem kleinen Plattenpaket hat, so maile er oder sie mir an die oben stehende eMail seine Koordinaten und ich werde euer Expertenwissen gebührend entlohnen.
Einen Sonderpreis bekommt SPOCKI. Das arme Kerlchen tippte nicht nur noch schlechter als ich, sondern am schlechtesten von all denen, die sämtliche 135 Spiele komplett durchgetippt haben. Mit lächerlichen 84 Punkten belegt er damit Rang 114. Für sein Durchhaltevermögen möchte ich mich mit einem kleinen Präsent erkenntlich zeigen - sofern er mir seine Adresse mitteilt!
Okay, dann können wir uns entspannt den Mäst- & Festtagen zuwenden, Geschenke kaufen, Glühwein trinken, das neue Jahr empfangen, vor Karneval flüchten - und ab dem 2.2.2008 endlich wieder den 18.Spieltag tippen.
Die Farbe der aktuellen Moloko-Ausgabe ist noch nicht ganz getrocknet, da beginnen wir im Hauptquartier schon damit, das nächste Nümmerchen nachzuschieben.
Ende Februar soll sie rauskommen, das Moloko Plus Nummer 34, und mir kommt es so vor, als würde es die Moloko-Gang freuen, sich schon wieder in Arbeit zu stürzen: Susi hat mit TV SMITH getratscht, Sandra mit den GUITAR GANGSTERS, Ecke will sich die RUCKERS schnappen und von seinem Ami-Urlaub berichten, Onkelchen erinnert an Fußball anno 1922, Paradise an kalifornische Plattenläden undundund - wahrscheinlich komme ich mit meinem VERLORENE JUNGS-Inti und der erschütternden ROOT ZUIT RIOTS-Story gar nicht mehr dazwischen.
Und ich dachte immer, das Team braucht nach einer Nummer immer ein paar Monate Auszeit! Aber nein, sie wollen hart rangenommen werden - so kann man sich täuschen.
Ein bißchen juckt es auch in meinen fleischigen Fingern, diese Homepage ein bißchen aufzupeppen. Allerdings habe ich schon lange nichts mehr in der Richtung getan, und die Zeit steht in Sachen Webdesign ja nun wirklich alles andere als still.
In den letzten Tagen habe ich mir angeguckt, welche Möglichkeiten mittlerweile machbar sind, und auf der Startseite habe ich schon mal für ein bißchen frische Luft gesorgt (klickst Du auf Flyer, Alda, ey!).
Bin gespannt, wann mich der Hafer sticht und ich die Seite auf den technisch neusten Stand bringe...