Ich möchte Euch keineswegs verdrießen, aber gestern fiel mir auf, dass nur noch eine verschwindend geringe Menge an Exemplaren vom MOLOKO PLUS #36 vorrätig sind! Die Nummer lief Dank der exklusiven Whiskey Daredevils-CD 'Live in Berlin 2008' außerordentlich gut. Solch eine Aktion können wir also gerne nochmal starten, Mosh!
Das bedeutet für Euch: Wer noch kein Exemplar besitzt, sollte umgehend ordern; wer eins besitzt, sollte sich großzügig bevorraten!
Wir sind ROIMUNGSTRUPP aus Kieselwitz und spiel'n für Euch die Skinheadhits
Es liegt fast 10 Jahre zurück, als ich von einer neuen Skinheadband aus dem Landkreis Oder-Spree deren Debut-CD zum Rezensieren zugeschickt bekam. Leider kam die Scheibe zum falschen Augenblick ins Moloko-Hauptquartier gesegelt. Angeödet von der damals grassierenden deutschen "Stumpf is trumpf"-Welle um Bands Marke ANAL & ARSCHGEFICKTE GUMMIZOFEN musste die neue Schlaubetaler Bandhoffnung ROIMUNGSTRUPP mit ihren dümmlichen Texten ("wir spritzen und wir sammen in den Unterleib von Damen") als Synonym für unsere Abneigung gegenüber präpubertäre Auswüchse in der Skin/Punkszene herhalten.
Wir zogen im Moloko #13 & #14 heftig über die Band her, und der legendäre Thorsten Braun textete gar ein Stück für die Jungs, das meines Wissens allerdings nicht ins Repertoire aufgenommen wurde, obwohl es wirklich gut war ('Aus Kieselwitz kommt Roimungstrupp, ein Problem bei uns ist Pseudokrupp. Skinhead sein heißt erstmal saufen, dann teure Perry-Klamotten kaufen. Es sei denn wir fahr'n nach Polen, wo wir uns Markenfälschungen holen.' usw...)
Was mich allerdings sehr überraschte, war die Tatsache, dass die Jungs aus Brieskow-Finkenheerd unsere zynischen Kommentare mit Humor nahmen und recht locker damit umgingen!
Doch nun, 10 Jahre später, schlagen ROIMUNGSTRUPP um so erbarmungsloser zurück: Samstag übergab mir der 400 EUR-Jobber von der Post ein Päckchen - der Absender wohnt im Schlaubetal. Der Inhalt: Ein wirklich schmuckes, olivgrünes T-Shirt mit ROIMUNGSTRUPP-Schriftzug, das meinen vorlauten Sohn gleich zur Bemerkung hinriss: "Das sieht viel schöner aus als die blöden Moloko-Dinger!" (Er bereute diesen Satz sehr schnell!)
Danke, liebe Kieselwitzer aus dem Schlaubetal! Das hat mich wirklich gefreut! Und es passt mir sogar wie reingeschossen! Ich werde es in Ehren halten.
MOLOKO-Hilfskräfte im Sympathie-Check Folge 1: HAJO KIEL AUS KIEL
Gestern vollmundig angekündigt, heute folgen Taten: Unsere Moloko-Hilfskräfte im Sympathie-Check. Mittels Steckbrief stellt sich jede Woche ein Mitschreiber vor und Ihr entscheidet anschließend, ob Ihr ihn Euch als Schwiegersohn vorstellen könntet!
Auf geht's!
NAME: Hajo
GEBURTSDATUM: 30.1. 1933
IM UNTERGRUND TÄTIG SEIT: 1945
WIE OFT UMGEZOGEN: 7 mal, davon Gott sei Dank meistens innerhalb Kiels
GRÖSSTES GLÜCK: 1 Euro Job beim Moloko Plus
AM MEISTEN GESCHÄTZTE PERSON: Torsten Ritzki
AM WENIGSTEN GESCHÄTZTE PERSON: Ritzkis Feinde
DROGEN: Gefrorener Wodka
DRINK: Wodka
LIEBLINGSESSEN: Spaghetti Tomate Mozarella
WIEVIEL PAAR SCHUHE: 2 plus 5, also 5 oder so die ich fast nie trage, aber coole Frage
LIEBLINGSKLEIDUNGSSTÜCK: Bundeswehruniform
LIEBLINGSGESPRÄCHSTHEMA: Oi!
WAS HABEN DEINE ELTERN FALSCH GEMACHT: Versehentlch falsches Sofa gekauft - Allergie - konnte man aber umtauschen - Glück im Unglück!
BEVORZUGTES SCHIMPFWORT: Schmock
BEIM DUELL BEVORZUGTE WAFFEN: Die Feder
WELCHE KRIMINELLEN HANDLUNGEN LIEGEN DEINER MENTALITÄT VERDAMMT NAHE: Backstabbing, Dolchstöße
Beim Sortieren meiner opulenten Briefmarken Fanzine-Sammlung sind mir natürlich auch viele halbzerrissene 3rd GEN NATION-Ausgaben in die Hände gefallen.
Das Duisburger Punkrock-Fanzine existiert seit einigen Jahren nur noch im Netz und plötzlich sehe ich die Chance gekommen, gnadenlos in Real Shocks Ideenkiste zu räubern. In jeder Ausgabe befand sich damals ein Steckbrief, der von einem 3rd GEN NATION-Mitschreiber ausgefüllt wurde und je nach Kreativität bei der Beantwortung der Fragen hohen Unterhaltungswert besaß.
Jetzt komme ich aus dem Gebüsch und klau' mir endlich nicht nur die Idee (die ja soo neu nun auch wieder nicht ist), sondern auch noch die originalen Fragen und zwinge nach und nach alle MOLOKO-KnechtInnen, diesen Steckbrief nach bestem Wissen und Gewissen auszufüllen.
Jede Woche gibt es dann einen Steckbrief an dieser Stelle zu begutachten. Und Ihr dürft danach entscheiden, für wie sympathisch Ihr diese Person haltet.
Ein prickelnder Gedanke, woll? Morgen geht's los: Erster Kandidat wird unser Kieler Kiebitz HAJO sein - sein letzter Beitrag waren übrigens die besonders bösartigen Punkrock Pranger-Verisse im letzten MOLOKO ...
Ganz kurz ein Hinweis an alle Hartz4-Empfänger, die mit dem monatlichen Regelsatz von 351 Euro nicht ganz hinkommen, z.B. weil die darin enthaltenen Kulturausgaben in Höhe von 1,87 EUR zu knapp dimensioniert sind (so ist nur ein Opernbesuch im Jahr drin - und das auch nur auf den Plätzen direkt hinter'm Pfeiler):
SCHON MAL AN EINE EXISTENZGRÜNDUNG GEDACHT?
Raus aus der schimmelnden Kemenate unter'm Dach, rein in's Loft; raus aus der Ballonseide, rein ins feinste Cashmere: HIER IST DIE LÖSUNG!
Ich hatte mir vorgenommen, mal die nächsten 365 Tage schweigend zu verbringen - nicht zuletzt, weil ich mich seit Neujahr ein wenig malad fühle. Aber es gelingt mir einfach nicht. Zum Beispiel muss ich euch unbedingt informieren, dass die schnieken MOLOKO-SHIRTS in den Größen S und M ausverkauft sind.
Ich werde sicher irgendwann in den nächsten Monaten mal neue Leibchen machen lassen, aber bis dahin müsst ihr weiter von der Vorfreude leben. Oder mal ein bißchen mehr essen, bis Euch Größe L passt ...
Während Moloko-Master Ecke mit seinen Freunden lustige Schneeballschlachten veranstaltet und Moloko-Bienchen Sandra in Burma seit Wochen versucht, die Militärjunta zu stürzen, so hänge ich in den letzten Tagen viel auf dem Dachboden herum und sondiere zwölf 60 Liter-Kisten Fanzines nach verwertbarem Material für eine Bandgeschichte einer eher unbekannten Skinhead-Punkrock - Schlagertruppe aus dem Großraum NRW.
Dass mir dabei auch jede Menge MOLOKO-Reviews aus den letzten 20 Jahren in die Hände fallen, ist ein schöner Nebeneffekt. Die interessantesten werde ich irgendwann mal online setzen, wie z.B. dieses hier von 1998 zum MOLOKO PLUS #10. Damals wohnte die Verfasserin noch zu weit entfernt in Erfurt, als dass ich ihr eigenhändig alle Knochen hätte brechen können: "Das ist wohl die schlechteste Nummer des Moloko Plus die ich gesehen habe und steht im vollem Gegensatz zur Nr.09. Die besten Sachen im Heft sind das Beki Bondge Inti, die Live & Loud Story und der Australienbericht vom Markus. Der Rest ist langweilig (bei der Geschichte vom Maia bin ich bald eingepennt), 1000 Reviews und ein paar Konzertberichte. Wer hat übrigens das Molokoholic Teil verfasst? "...Rentner Marke Cock SParrer sehe, könnte ich kotzen" Mate, diese Rentner würden Dir dafür eigenhändig alle Knochen brechen, Spinner!!! Auch von der Gestaltung gefällt mir das Heft nicht mehr und ich habe das Gefühl, dass der Torsten keine Lust mehr hat ..."
Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob mich das Review damals tangiert hat, aber einen solchen Verriss nach fast 11 Jahren mal wieder zu lesen finde ich äußerst unterhaltsam!
Das Völlegefühl im Bauch löst sich langsam auf (zuviel Nuss & Mandelkern) und mit diesem auch das Jahr 2008. Zeit für einen flüchtigen Blick zurück, Zeit für Sentimentalitäten: Es war nicht alles so schlecht, wie es geredet wurde. Oder doch?
Am liebsten würde ich ja noch eine weitere Umfrage starten - welches der vier Molokos Dir in 2008 am besten geschmeckt hat. Aber ich habe ja hoch und heilig versprochen, keine Umfrage mehr in diesem Jahr zu machen. Scheiße, dann eben morgen ...
Abgesehen von diesem bewegenden Thema fragen wir uns alle, ob 2009 tatsächlich zum deströsen Seuchenjahr wird - und was auch mich darüber hinaus besonders interessieren wird: Entpuppt sich Barack Obama tatsächlich als Messias für die Welt wie wir vom Moloko es für Deutschland sind?
Fanzinetechnisch haben wir uns auch ein bißchen was fürs nächste Jahr vorgenommen, aber das alles deute ich umso vollmundiger erst am 02. Januar an.
Rutscht ja gut rein ins Jahr 2009, schießt Euch den Weg mit zentnerschweren Polenböllern frei und macht mir keine Schande, hört Ihr?
Einmal im Leben Nacktflitzer im Emirates Stadion sein!
Wie schnell die Zeit rast! Die Fest- & Mästtage liegen schon wieder außer Sichtweite, aber die Freude über ein sehr feines Weihnachtsgeschenk meiner Ehestute Tina bleibt: 3 Tage London - und das Hotel direkt am Hyde Park, einen Pflastersteinwurf vom Stadion der Gunners entfernt! Da trübt die Vorfreude auch kein noch so miesepetriger Hotel-Verriss bei holidaycheck.de! Haare und Flecken im Bett habe ich schließlich auch daheim! Und spartanischer als zuhause kann das Frühstück auch nicht sein!
Da es bis Reiseantritt keine drei Wochen mehr sind, gibt es noch schleunigst einiges im Vorfeld zu erledigen. Welche Verbindung Stansted - London ist die günstigste? Was muss man eigentlich unbedingt gesehen haben? Gibt es noch günstige Plattenläden? Wie gut kann man sich mit Schulenglisch, Stand 6.Klasse Realschule, durchs Getümmel schlagen? Werde ich beim Überqueren der Straße überfahren, weil ich nur nach links gucke?
So kurios es klingt - ich war noch niemals in New York London! Nie die Kohle besessen und dieses Mal eigentlich auch nicht ... aber hu kärs?
Eines muss ich aber schon heute morgen erledigen, denn irgendwie habe ich das Gefühl, mein seit zwei Jahren abgelaufener Personalausweis könnte gewisse Probleme bereiten ...
Seid auch Ihr vom Geist der Weihnacht beseelt? Seit Monaten konnte ich es kaum erwarten, nun ist es endlich da: Heiligabend! Geschenke auspacken! Ob alle meine Wünsche in Erfüllung gehen werden?
Ich fühle mich dem Christkind derart nahe, dass ich kaum einen klaren Gedanken fassen kann. Oder habe ich etwa zuviel Myhrre geschnupft?
Damit Eure Körper ebenfalls diese besinnlichen Energien durchfluten, entlasse ich Euch mit einem kontemplativen Choral auf die Straßen für den Geschenkekauf:
Ich will Eure Nerven nicht überstrapazieren, aber ich bin gerade im Umfragefieber - so ein Ding ist ja sooo schnell erstellt!
Bewertet doch noch mal eben, welches Interview und welchen Artikel im Kulturteil Ihr am besten gefunden habt. Für Euch ist das nur eine kleine Handbewegung, aber ein großer Schritt für den Moloko-Mob: Wir können uns ein bißchen daran orientieren, wes Geistes Kind der gemeine Moloko-Leser ist.
Und versprochen: Das ist die letzte Umfrage zum MOLOKO PLUS #37 - und ganz bestimmt auch in diesem Jahr!