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Wandern in Flandern0
Anfang dieser Woche gestattete mir Gattin Tina, sie auf ihrem kurzfristig anberaumten Bildungsurlaub durch Belgiens Kneipenwelt zu begleiten.
Untergebracht in einem der jüdischen Viertel von Antwerpen war allein schon die Beoabachtung der Ultra-Orthodoxen eine lohnende Erfahrung. Nicht nur optisch, auch vom Gang und Gebahren glich ein Schwarzbekittelter exakt dem anderem. Wie Ameisen wuselten sie flink durch die Straßen. Faszinierend!
Gerne hätte ich mal koscheres Fleisch probiert, aber mit einer resoluten Vegetarierin an meiner Seite übe ich mich grundsätzlich in Zurückhaltung bei diesen Dingen.
Das Wetter war uns nicht immer hold, speziell unser Besuch in Brüssel überkreuzte sich offenbar mit der hiesigen Regenzeit und mit nahezu all meinen Entscheidungen lag ich falsch ("Lass uns noch schnell den großen Platz überqueren, bevor es beginnt zu hageln, das schaffen wir locker").
Besonders mein Entschluss, nur einen kleinen Regenschirm mitzunehmen ("So sparen wir uns unnötiges Gepäck"), sollten wir noch mehrmals an diesem Tag bereuen.
So waren wir dann recht früh und pudelnass wieder im Hostel. Und zumindest die Entscheidung, das Relegationsspiel F95 gegen Berlin zu gucken, erwies sich als goldrichtig.
Antwerpen & Brüssel bieten für Freunde jahrhundertealter Baukunst viel fürs Auge, für Gourmets auch für den Gaumen (ich gestehe, mir schmecken Jeffe & Grimbergen recht gut). Und wer sich zuhause einen ausgestopften Tiger oder ähnlich skurrile Dinge in den Vorgarten stellen möchte, wird in Brüssel ebenfalls fündig.
Eine Reise lohnt.
Aber Regenschirme nicht vergessen!
18.05.2012



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