• Allgemein

    Rock-O-Rama Records

    von Sir Paulchen, aus MP #16 (7.2000) & #17 (12.2000) Hardcoreband in Großstadt, / ohne Auftrittsmöglichkeit, / Platte machen, großes Ziel, / da kommt Herbert mit ins Spiel / Ab ins Studio, Herbert zahlt, Cover ist bereits gemalt / Eigene Platte, das macht Bock, doch dann kommt der große Schock REF.: Schock & Drama, Rock-o-Rama, mit jeder Band das gleiche Drama Herbert mit dem Scheckheft winkt, / schon hat er die Band gelinkt / Der Sound wird mies, der Mix ist Brei, / doch Egold, der ist voll dabei / Er bringt die Platte auf den Markt, damit er seine Kohle macht / der Profit ist riesengroß, doch die Gruppe…

  • Historisches & Biographien

    Stasi, Skins und Schlägereien

    Der Überfall auf die Berliner Zonskirche am 17. Oktober 1987 von Marc, aus MP #42 von 12.2010 Für die meisten Bewohner Ostberlins dürfte es ein Tag wie jeder anderer gewesen sein, dieser 17. Oktober des Jahres 1987. Für die alternative Szene der Stadt – besonders für jene, die sich unter dem Dach der Zionskirche ausbreitete – stellte er zweifellos einen Höhepunkt dar. Die Gemeinde hatte zum Konzert der Westberliner Band ELEMENT OF CRIME geladen und schon in den Nachmittagsstunden herrschte rund um das Gotteshaus im Stadtteil Prenzlauer-Berg eine gewisse Betriebsamkeit. Allerdings nicht nur auf Seiten von Veranstaltern und Fans. Denn auch die Sicherheitsbehörden überwachten seit den Nachmittagsstunden das Geschehen. Informationen…

  • Historisches & Biographien

    BIER & SPIELE/SHOCK TROOPS- Fanzine History

    [aus MP #08] - Mein Interesse für Skinheads an sich (Musik etc…) war bereits Mitte 1986 geweckt worden, als Skinhead fühlte und bezeichnete ich mich dann etwa ab August 1987. Einiges an alten Fanzines hatte ich bereits gelesen und das brachte mich auf die Idee (es gab in Deutschland eh' nicht viele Zines), es doch auch mal mit einem Fanzine zu versuchen - konnte schließlich nicht so schwer sein…

  • Interviews

    THE BUSINESS

    [aus MP #09] - Wenn ich neue Leute in der Szene sehe - jüngere - dann kann ich in ihnen ansehen, daß sie auch nicht anders sind als wir damals waren. Man findet sich selbst wieder in ihnen. Sie wollen ein Skinhead sein oder was auch immer. Ich denke, daß das alles zur Selbstfindung mit dazugehört. Es scheint sich nichts zu ändern, sie lassen sich tätowieren, gehen mit ihren Freundinnen auf Konzerte und irgendein unglücklicher Kerl stößt diese aus Versehen an und es geht los mit “Eh, sei doch mal vorsichtig, stoß meine Freundin nicht herum", und der antwortet nur "Wieso?" und schon kommen die Gedanken "scheiße, jetzt muß ich…

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    SINGEN & TANZEN Fanzinestory

    [aus MP #9] - Inspiriert durch Bravo, Pop-Rocky und die 1. SEX PISTOLS LP beschloß ich also, nunmehr PUNKER ZU WERDEN! Das hatte in einer verpennten Kleinstadt wie Rheinberg/Niederrhein, in der ich damals noch wohnen mußte (hat außer Claudia Schiffer, irgendwelchen begnadeten Reiterschicksen und natürlich mir sonst nie was erwähnenswertes hervorgebracht), erst mal harmlose bis niedliche Folgen…

  • Interviews

    THE VOICE – Interview

    [aus MP #09] - Als ich anrief, um Dir, Teddy, evtl. noch das eine oder andere Foto für den Moloko Plus-Artikel aus'm Ärmel zu leiern, sagtest du mir, daß THE VOICE evtl. ein Comeback planen. Wie kommt's?

  • Historisches & Biographien

    THE VOICE – Bandstory

    [aus MP #09] - THE VOICE wurden 1983 gegründet. Im August '85 - veröffentlichten sie ihre erste E.P. mit vier Stücken, darunter eine Coverversion von dem Maytals-Klassiker 54-46 was my number (ziemlich gelungen, wie ich meine). Nach einem Streit mit Sänger Marten zersplitterte die Band, von ursprünglich sechs Mitgliedern verblieben drei. Nach einer Ruhepause legten die drei Ende '87 ihre erste L.P. vor: They'll never find the maniac.

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    BLOODSTAINS ACROSS…

    von Major Healey, aus MP #11, 09.1998 Akribische Punkrock-Komplettisten haben es seit Jahren einfach: mehr oder weniger professionelle Bootlegger wetteifern um die Gunst des Publikums und veröffentlichen am laufenden Meter qualitativ unterschiedlich gelungene Compilations mit Pogo-kompatiblem Stoff der End-Siebziger bzw. der frühen 80er. Den Anfang machte die Killed by Death-Serie ab etwa 1990 (genau lässt sich das nicht feststellen). Waren die ersten Teile (1-7) noch durchweg auf höchstem Niveau angesiedelt, nahm dieses naturgemäß bei nachfolgenden Werken ab, bzw. wurde bisweilen gequirlte Kacke von üblen Fakebands als „historischer Stoff“ verkauft. Hinzu kam die immer obskurer anmutende Zählung (so existiert z.B. ein Teil 8 1/2), desweiteren die ziemliche Unübersichtlichkeit, hervorgerufen durch verschiedene…

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    Labels, die sie kennen sollten – heute: POGAR RECORDS, West-Berlin

    von Mr. Stringer, aus MP #11, 09.1998 Neben Rock-O-Rama in Brühl und Thomas Ziegler’s Mülleimer-Records (heute A.M.-Musik und fast ebenso zweifelhaft, wie die Geschäfte des Herrn Egoldt) gab es in den frühen Achzigern eigentlich nur eine Möglichkeit, an Punk- und Oi-Schallplatten zu kommen (es sei denn, man hatte einen gutsortierten Laden vor der Haustür, was im Gegensatz zu heute die wenigsten von sich behaupten konnten). Diese besagte Anlaufstelle war der Berliner Laden und Mailorder Vinyl Boogie, dessen Betreiber allerorts mit der „pissgelben Punkliste“ warb, was Spötter dazu veranlasste, von der „punkgelben Pissliste“ zu sprechen. 1984, die wilden Hausbesetzerjahre waren fast schon gegessen, lenkte ich zum zweiten mal meine Schritte in…

  • Historisches & Biographien

    Force Of Hate Fanzinestory Teil 3/3- Rückblick auf eines der wichtigsten deutschen Skinfanzines der 80er

    [aus MP #14] - Vielleicht ist es vermessen, zu behaupten, das FoH sei irgendwo auch ein Spiegelbild der damaligen Szene, aber wer verschweigt, daß die deutsche Skinbewegung nicht etwa mit Skaos, Busters, No Sports und S.H.A.R.P. begonnen hat, der betreibt schlichte Geschichtsfälschung. Mag sein, daß seitens der Leserschaft kein Interesse an einer kommentierten Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse besteht, aber daß die (Glatzen-) Vergangenheit hierzulande aus heutiger Sicht meistenteils kein Ruhmesblatt war, sollte man sich immer mal wieder vor Augen führen.